…sind keine Euthanasiegeschädigten. Diese merkwürdige Ansicht popagiert eine Härterichtlinienänderung, nach der nur „direkte“ Überlebende der NS-Euthanasiemaßnahmen berechtigt sind, die 291 Euro monatlich zu erhalten, die ihnen nach dem Beschluss des Bundestages vom 27. Januar 2011 zugestanden wurden.

Gedenkplatte an der Tiergartenstraße 4

Gedenkplatte an der Tiergartenstraße 4

Man erinnert sich noch an die wohlgesetzten Worte, die damals im Plenum fielen, und auch eine Ausstellung zum Thema wurde im Bundestag gezeigt. Jetzt wurden den Kindern der durch die „Euthanasie“ ermordeten Eltern Zahlungen verweigert, was, wie die AG Bund der“Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten zu Recht feststellt, nicht anderes als eine

„Verunsicherung und Beleidigung der Opfer und eine erneute Diskriminierung der Kinder der Ermordeten“

ist. Wie die AG weiters feststellt, beträfe auch eine Regelung, nach der Kinder von „Euthanasie“-Opfern antragsberechtigt wären, nicht mehr als ein paar Hundert Menschen; allein, hier wird historisch unsensibel und unberechtigt gespart. Da diese Regelung nur sehr wenige Menschen betrifft, wird sie sicher auch nur wenig in den Medien vorkommen, aber sicherlich interessiert sie Ihren Wahlkreisabgeordneten. Schreiben Sie ihm oder ihr doch und berichten Sie uns über die Reaktion!

Hier noch die Pressemitteilung der  AG Bund der“Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten als PDF.