Der renommierte Erforscher der NS-„Euthanasie“ und Journalist Ernst Klee bekam in den 90er Jahren den Auftrag, einen Dokumentrafilm über die NS-Euthanasie zu produzieren. Es entstand  1995 „Sichten und Vernichten“, ein bedrückendes Dokument über das Verschweigen der Taten und gleichzeitig ein früher Versuch, die europäische Dimension des Verbrechens ins Bild zu rücken. Ernst Klee erinnerte sich später so an die Genese des Filmes:

Bei den Dreharbeiten in deutschen Anstalten langte gelegentlich ein Bediensteter auch mal in die Kamera. Ein hilfloser Versuch, die Vergangenheit in den Griff zu bekommen. Gerne denke ich dagegen an ein Justiz-Archiv in Polen. Das Personal kochte dem Team Kaffee und ging nach Hause. Wir konnten ungestört Akten lesen und filmen. Die Leute waren froh, daß endlich jemand die Dokumente sehen wollte. Eine der Frauen war als Kind verschleppt worden. Sie kennt nicht einmal ihren richtigen Namen, ihre Identität. Vergangenheit, Gegenwart 1995. (Quelle: http://www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=598)

Bereits 1988 entstand die Dokumentation „Alles Kranke ist Last“, ein Film, der die Mitschuld der Kirchen an der NS-„Euthanasie“ anklagt.

Vielen Dank an Herrn Dr. Bernhard Conrads, Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats und ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Bundesvereinigung Lebenshilfe, für den Hinweis, dass diese Filme nun online zugänglich sind.