Der Bundestag hat gestern das verabschiedet, was der Ausschuss für Kultur und Medien am 26.10.2011 beschloss: Eine „Aufwertung“ des Gedenkens am Ort der Planung der NS-„Euthanasie“-Verbrechen.

Der Pressedienst des Bundestages berichtet dazu:

Gedenkort für Opfer der NS-„Euthanasie“-Morde: Auf Empfehlung des Ausschusses für Kultur und Medien (17/7596) hat der Bundestag am 10. November einen gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen (17/5493) zur Aufwertung des bereits in Berlin existierenden Denkmals für die in der NS-Zeit ermordeten Kranken und Behinderten angenommen. Die Linke enthielt sich. Die Bundesregierung soll sich unter anderem dafür einsetzen, dass Besucher am historischen Standort der Planung und Organisation der „Aktion T 4“ in der Tiergartenstraße in Berlin weitergehend über „Euthanasie“-Morde, Zwangssterilisationen und andere damit zusammenhängende Verbrechen informiert werden.

Mit diesem Beschluss ist ein weiter Spielraum für Interpretationen gegeben. Man wird sicher noch viele Diskussionen erleben, bis Ende 2013 an der Tiergartenstraße ein Mahnmahl stehen wird.

Hier finden Sie die zu Protokoll gegebenen Reden:Protokoll aus dem Dt. Bundestag zur gedenkort-Entscheidung