Auch die Konzentrationslager waren in die NS-„Euthanasie“ einbezogen. Unter dem Decknamen 14f13 wurden kranke Häftlinge selektiert und in die „Euthanasie“-Tötungsanstalten zur Vergasung deportiert. (Mehr zu den Hintergründen hier) Nun scheint sich verstärkt das Interesse darauf zu richten. Die Gedenkstätten Hartheim und Mauthausen vereinbarten eine verstärkte Zusammenarbeit und in der Gedenkstätte Dachau findet am 14. Juli eine Führung zu diesem Thema statt. Hier der Ankündigungstext:

 

Themenführung: „Erholungslager Dachau“ – das Konzentrationslager
Dachau und die ‚Euthanasie‘

Samstag, 14.07.2012, 14.00-16.30 Uhr
Referent: Andrea Heller, Referentin der KZ-Gedenkstätte
Treffpunkt: Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Anmeldung an der Infotheke des Besucherzentrums am Veranstaltungstag
bis spätestens 13.45 Uhr
Kosten: 4 Euro

Im Rahmen der sog. „Euthanasie“, auch „T4-Aktion“ genannt, werden über
70 000 Menschen ermordet. Doch auch nach dem offiziellen
„Euthanasie“-Stopp geht das Morden weiter, getarnt unter dem
Aktenzeichen „14f13“.

Das Konzentrationslager Dachau war 1941 ebenfalls Teil dieser
Tötungsaktion – auch in Dachau selektierten T4-Ärzte Häftlinge, um sie
als „Invalide“ nach Hartheim bei Linz in die Gaskammer zu schicken.
Mehr als 2500 Dachauer Häftlinge fallen der Aktion „14f13“ zum Opfer.

Der Rundgang gibt einen Überblick über die Geschichte des
Konzentrationslagers Dachau und zeigt die Verbindung zum Komplex der
sog. „Euthanasie“-Morde auf.

 

Etwas später im Jahr, am 18.11., gibt es in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Führung zum Thema Medizin und Verbrechen.

 

Mit Dank an Malte Holler für den Hinweis!