Annas Spuren Quelle: Verlag

Annas Spuren Quelle: Verlag

[Zum Interview mit Sigrid Falkenstein: hier]

Dieser Tage erschien im Herbig-Verlag ein Buch, das für viele sicher eine ganz besondere Bedeutung hat. Sigrid Falkenstein, die Mit-Initiatorin des Berliner „Runden Tisches T4“, der sich seit 2007 um eine angemessene Form der Erinnerung am Ort der Täter in der Tiergartenstraße 4 kümmert, hat über die Geschichte ihrer Tante ein Buch geschrieben. Zusammen mit Frank Schneider, dem ehemaligen Präsidenten der DGPPN, ist ein Werk entstanden, das, wie der Spiegel (25/2012) schreibt, ein „berührendes Sachbuch mit pädagogischem Unterton“ geworden ist.

Das Buch ist bereits im Handel erhältlich und kostet 17,99 €. Leider findet sich noch keine Leseprobe im Netz; einen Flyer gibt es aber hier. Anna Lehnkerings Geschichte kann man auch in Kurzform auf unserer Hauptseite nachlesen, die Autorin selbst unterhält eine ständig gepflegte Seite mit umfangreichen Informationen.

 

Übrigens: eine kleine Sensation ist das schon, dass der Spiegel gleich drei Seiten über das Buch bringt. Genau genommen, nicht nur über das Buch selbst, sondern eingebettet in eine Story über die NS-„Euthanasie“ und dem Umgang mit Behinderungen, Präimplanationsdiagnostik und anderen Büchern, die die Spiegel-Bestsellerliste dominierten und alle von Autoren geschrieben waren, die auf die eine oder andere Art behindert waren.

Die Autorin, Susanne Beyer, liefert mit ihrem Artikel einen bemerkenswerten Beitrag dazu, wie man aktuelle Debatten vor ihrem historischen Hintergrund sinnvoll und gleichzeitig verständlich darstellen kann.

Auch wichtig: Würde das neue Leistungsschutzrecht in Kraft treten, würden Sie als Leser wohl auf das Zitat aus dem Spiegel verzichten müssen. Mehr zu diesem Irrsinn hier