Das Ermächtigungsschreiben Hitlers

Das Ermächtigungsschreiben Hitlers

Am 1. September finden wieder Gedenkveranstaltungen für die Opfer der NS-„Euthanasie“ statt. Anlass ist der 72. Jahrestag des sogenannten Ermächtigungsschreibens, mit dem die Tötung geistig Behinderter und psychisch Kranker im Deutschen Reich eingeleitet wurde. In diesem Schriftstück, das im Oktober 1939 entstand und auf das Datum des  Kriegsbeginns rückdatiert wurde,  ermächtigte Hitler seinen Reichsleiter Bouhler und den späteren „Generalkommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen“ Brandt, mit der später so genannten Aktion T4 zu beginnen. Das Schreiben wurde immer dann hervorgeholt, wenn es galt Zweifel an der Mordaktion zu beseitigen und Widerspenstige oder einfach auf rechtliche Prozeduren bestehende Beamte einzuschüchtern und ihnen vor Augen zu führen, dass dieser erste Massenmord im Dritten Reich auf Befehl von ganz oben geschehe.

 

In Berlin finden am 31. August und 1. September Veranstaltungen in der Topographie des Terrors und am Ort der Verbrechenszentrale, der Tiergartenstraße 4, statt. Dazu lädt der Aktionskreis „T4-Opfer nicht vergessen“ ab 14 Uhr ein. Schwerpunkt werden die Rolle der Gesundheitsämter im Nationalsozialismus und der aktuelle Stand der Planungen zum Gedenk- und Informationsort sein.

 

Schon einen Tag zuvor wird in der Topographie des Terrors ein Begleitprogramm mit einer Reihe interessanter Vorträge zum Thema stattfinden. Hier finden Sie das PDF dazu.