Heute entschied das Preisgericht: Gewonnen hat der Entwurf von Ursula Wilms (Architektin BDA) mit Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA).

 

Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs "Gedenk- und Informationsort  für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin"  © Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs „Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde am Ort der Planungszentrale, Tiergartenstraße 4 in Berlin“
© Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

Eine 31 Meter lange und 3,10 Meter hohe transparente und hellblau eingefärbte Glaswand, errichtet auf einer schiefen Fläche aus dunklen Betonplatten wird in Zukunft an die Opfer der NS-Euthanasie erinnern. Die Glaswand steht in den Worten der Erfinder für die

 

Verbindung des Betrachters („Lebenden“) zu den durch die NS-„Euthanasie“ zwar physisch getöteten aber durch unser Nicht-Vergessen und Erinnern doch weiter lebenden Menschen […] Ein Ort der Hoffnung, sorgsam den Anderen zu begegnen, das Gemeinsame zu erkennen. [….] Die dunkle Fläche steht für die“ Schräglage“ und den immer bleibenden „negativen Abdruck“, den die NS-„Euthanasie“ in der Geschichte unserer Gesellschaft hinterlassen hat.

 

Dazu wird eine 40 Meter lange Sitzbank die Tiergartenstraße mit dem Denkmal verbinden und eine nach Westen ausgerichtete schräg gestellte Betonwand als Grundkonstruktion für ein durchlaufendes Informationspult in 13 Elementen dienen. Dieses soll Opferbiographien beispielhaft präsentieren und 13 Medienstationen aufnehmen. Die barrierefreie Ausführung soll gewährleistet sein, die Informationen über QR-Codes durch Smartphone etc. eingebunden werden.

© Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

© Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

 

Ursula Wilms hat in Berlin schon die Topographie des Terrors entworfen.  Den 2. Platz nahm übrigens ein Entwurf ein, der vorsah, dass ein Roboter jeden Tag die Worte “I love you“ auf den Boden schreibt.