Das aktuelle Programm finden Sie hier!

Wir organisieren eine Konferenz! Warum?

 

1.) Noch immer ist die Tatsache, dass die NS-„Euthanasie“ nicht nur in den sechs Tötungsanstalten im Reich stattfand, sondern europaweit betrieben wurde, höchstens in engen Fachkreisen bekannt. Wir haben deshalb Referenten eingeladen, über die Morde an Behinderten und psychisch Kranken im besetzten  Polen und der Sowjetunion sowie  des heutigen Tschechien zu sprechen.

 

2.) Wir wollen ausserdem eruieren, ob und wie die NS-Krankenmorde Teil eines europäischen Gedenkdiskurses sind oder sein sollen.

 

3.) Es ist an der Zeit, gerade bei dem Thema den Aspekt der Inklusion ins Rampenlicht zu stellen: So haben wir nicht nur Experten eingeladen, über ihre Konzepte für die Arbeit an Gedenkstätten  mit Menschen mit Behinderung zu sprechen, sondern sprechen auch über Gehörlose als Opfer der NS-„Euthanasie“. Selbstverständlich findet die Konferenz in einem barrierefreien Rahmen statt, Gebärdensprachdolmetscher werden die ganze Zeit anwesend sein. Die Referate werden auch aus dem und  ins Englische gedolmetscht werden.

 

4) Wir nutzen die Entscheidung für das Denkmal an der Tiergartenstraße und stellen den Siegerentwurf und den Wettbewerb auf der Konferenz vor. Auch die Sieger unseres Schüler-Wettbewerbs andersartig-gedenken werden ihre Preise auf der Konferenz in Empfang nehmen. Überreichen wird sie übrigens Wolfgang Thierse!

 

 

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, die einzige Bedingung ist eine vorherige Registrierung (Klick hier!). Mehr Informationen zur Konferenz finden Sie hier: http://nseuthanasiekonferenz.wordpress.com/.

Für Teilnehmer mit Wohnsitz in osteuropäischen EU-Ländern wird eine kostenlose Hotelübernachtung mit Frühstück vom 28.1. bis 30.1.2013 im Zentrum von Berlin (im Mehrbettzimmer) gestellt und auf Antrag auch ein Fahrtkostenzuschuss gewährt werden. Bitte helfen Sie die Konferenz europäischer zu machen und leiten Sie diese Einladung an Interessenten aus ganz EU-Europa weiter

 

Programm:

Montag 28.1.2013 im Kleisthaus, Mauerstr. 53, 10117 Berlin

12:30 Uhr        Einlass, Anmeldung, Begrüßungsgetränk

13:30-13:45     Konferenz-Eröffnung (Moderation Stefan Schenck)

Schirmherr Hubert Hüppe  Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Frau Prof. Barbara John  Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin

Günter Saathoff  Vorstand der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

 

13:45-14:00           Uwe Neumärker Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

NS-”Euthanasie – die europäische Perspektive des Gedenkens

14:00-14.30           Christoph Kopke (Berlin) 

                        NS-„Euthanasie“ in Europa – ein Überblick

14.30-15:00           Mark Zaurov (Hamburg)

Gehörlose, gehörlose Juden und die NS-”Euthanasie” (Arbeitstitel)

Kaffeepause

15:30-16:00     Michal Simunek (Praha/CZ)): Krankenmorde im Gebiet des heutigen Tschechien

16:00-16:45     Artur Hojan (Koscian/PL) und Cameron Munro (GB)

NS-Euthanasie im Gebiet des heutigen Polen

16:45 -18:30    Film „Szpital Przemienienia“ (Das Hospital der Verklärung)

Kornel Miglus Referent für Film am polnischen Institut Berlin

Einführung und Diskussion zum Film

Get-together im Foyer des Kleisthauses

Dienstag 29.1. 2013 im Kleisthaus, Mauerstr. 53, 10117 Berlin

9:30                 Einlass

9:45-10:30       Prof. Dr. Stefanie Endlich (Berlin):      Das Gedenken an die NS-„Euthanasie“

10:30-11:30     Preisverleihung des Bundeswettbewerbs „andersARTig gedenken!“

Dr. Wolfgang Thierse – Vize-Präsident des Deutschen Bundestages

Überreichung der 2 Sonderpreise und der 3 Hauptpreise an die Gewinner

Moderation: Anne-Christin Plate

11:30-12:15           Der Gestaltungswettbewerb zum Informations- und Gedenkort in der Tiergartenstr. 4

Ralf Sroka (Berlin)                   Präsentation des Siegerentwurfs

Ursula Wilms (Berlin, Aachen) Siegerin des Gestaltungswettbewerbs

Mittagessen

14:00-14:30     Robert Parzer (Berlin): gedenkort-T4.eu: wie Internet, facebook und  twitter das Gedenken verändern

14:30-15:30           Bernhard Selting (Moos): Lesung aus „Betriebsausflug in die Gaskammer“ und

Diskussion

Kaffeepause

16:00-16:30     Dr. Uta George (Frankfurt a.M.): Gedenkstättenarbeit für Menschen mit Behinderung

16:30-17:00    Jana Hoeftmann und Enrico Schaffrath, Capito (Berlin): Warum schwer, wenn es auch leicht geht? Texte zur NS-   „Euthanasie“ in Leichter Sprache

17:00-17:30     Helmut Vogel (Hamburg): Das Gebärdensprachvideo über die Aktion T4

anschließende Diskussion

Optional:

im Anschluss:  gemeinsamer Restaurantbesuch in der Nähe des Kleisthauses

 

Mittwoch 30.1.2013 im Kleisthaus, Mauerstr. 53, 10117 Berlin

 

9:00                 Einlass

9:30-10:15       PD Dr. Gerrit Hohendorf (München): Die Krankenmorde in der

besetzten Sowjetunion und ihre Erinnerung (angefragt)

10:15-10:45           Marcin Pryt (Lodz): Initiative für die Erinnerung an die  Mordopfer imKrankenhaus Kochanowka in Łódź

10:45-12:15           „Was ist die europäische Perspektive des Gedenkens?“

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Stephanie Endlich (Berlin/ D), Artur Hojan

(Koscian/PL), Michael Simunek (Praha/ CZ), Robert Parzer (Berlin/ D)

Mittagessen (Umbaupause im Saal)

13:30 Uhr        Einlass zur offiziellen Gedenkfeier

14:00 Uhr        Offizielle Gedenkfeier des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

Fußweg bzw. Transfer zum Gedenkort in der Tiergartenstraße 4 (10785 Berlin)