Das niederländische Institut für Kriegsdokumentation hat ein hervorragendes Video auf youtube hochgeladen. Besucher von Holocaust-Gedenkstätten wurden interviewt. Zwei der Ergebnisse, die in der Videobeschreibung  genannt werden, sind meiner Meinung nach besonders interessant:

 

  • This short documentary shows how random people handle the history of the Holocaust.
  • This calls for new ways of cooperation between scholars and the general public, by using the Internet

 

Also: Besucher gehen mit der Geschichte des Holocaust wahllos um und man soll das Internet benutzen, um Kooperation zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit herzustellen.

 

In der Tat ist es so, wie im Video die meisten der Befragten bekennen: Die Informationsquelle zum Holocaust und auch zu verwandten Themen wie der NS-„Euthanasie“ ist Google. Korrelliert man dieses Wissen mit einer (noch ausstehenden) Analyse von Internetseiten von Gedenkstätten, so ergibt sich auf den ersten Blick ein starkes Gefälle zwischen Nachfrage und Angebot. Einem sich überwiegend dynamisch verhaltenden Schwarm von Wissbegierigen stehen statische, wenig dialogorientierte, nicht in sozialen Netzwerken aktive Homepages zur Verfügung. Dieses Video ist ein (weiterer) Aufruf, das zu ändern.

Weil das etwas ist, was auf diesem Blog seit Jahr und Tag zu lesen ist, und weil wir mit gedenkort-t4.eu  genau so etwas versuchen, sei allen das Video empfohlen.