„Die Welt ist ja auch krank…“ Das bemerkenswerte Leben meiner Großtante Irmgard Heiss/Stellbrink

Vortrag und szenische Lesung aus den Briefen an die Familie mit der Kunsttherapeutin Barbara Stellbrink-Kesy.

 

Irmgard Heiss

Irmgard Heiss

Barbara Stellbrink-Kesy schildert das Schicksal von Irmgard Heiss, geb. Stellbrink (1897 – 1944). Ihre Großtante gehört zu den Frauen, die in den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts versuchten, ihre Lebensgestaltung in die eigenen Hände zu nehmen. Einer gutbürgerlichen Familie entstammend, heiratete sie „unter ihrem Stand“ einen Bergarbeiter. So wie die Ehe scheiterte, drohte ihr Lebensentwurf zu scheitern. Nachdem sie in eine Heilanstalt gekommen war, wehrte sie sich gegen die Denunzierungen, flüchtete aus der Anstalt und versuchte, ihr Leben neu zu ordnen. Das konnte nicht gelingen, Ärzte und Eltern halfen ihr nicht und sie geriet in die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie, wo sie 1944 an den Folgen der „dezentralen Euthanasie“ zu Tode kam.

 

Eine Geschichte über eine beindruckende Frau und eine starke Persönlichkeit, die sich ihre innere Freiheit und ihr unabhängiges Denken bis zuletzt bewahrt hat.

 

Alle BewohnerInnen und Gäste, besonders auch die aus dem Wohnprojekt Müggelhof sind herzlich eingeladen. Alle Geschlechter sind willkommen!

 

Der Eintritt ist frei. Klingel: Erkelenzdamm 51. Gemeinschaftsraum