Letztes Jahr wurde die Gedenkstätte zur Erinnerung an die „Euthanasie“-Morde in Brandenburg/Havel eingeweiht. 16 Jahre vorher wurde dort die erste Ausstellung eröffnet, anlässlich der auch noch Zeitzeugen zu Wort kommen konnten:

Klara Nowak sprach für den Bund der Euthanasie-Geschädigten und Zwangssterilisierten und Elvira Manthey berichtete von ihrem unglaublichen Glück: Sie wurde als Kind im Vorraum der Gaskammer von den Ärzten weggeschickt.

Ein Amateurfilmer nahm 1997 die Ansprachen auf und irgenwie fanden sie ihren Weg auf youtube, so dass ein wertvolles Stück Zeitgeschichte nun für die Öffentlichkeit bereit steht.  Das Video verdeutlicht auch den Verlust an Zeitzeugenschaft: Klara Nowak ist verstorben, der Bund der Euthanasiegeschädigten aufgelöst, existiert aber noch weiter als Arbeitsgemeinschaft, die sich immer wieder kritisch zur Frage der Entschädigung äußert. Elvira Manthey lebt schwer dement in Lübeck.