In einer kleinen Reihe möchten wir auf digitale Quellen zum nationalsozialistischen Krankenmord und zu den Zwangssterilisationen hinweisen. Trotz der sehr geringen Präsenz dieses seit über 30 Jahre existierenden Forschungsfeldes im Netz gibt es mittlerweile einige Digitalisate von Quellen, Fotos und Büchern/Tagungsbänden, die in Recherchen einbezogen werden können.

Es soll hier keine „digitale Quellenkritik“ betrieben werden (wer sich damit beschäftigen will, siehe hier den Vortrag von Eva Pfanzelter). Vorexerziert hat dies vor einigen Jahren auch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft mit der Seite www.mit-stempel-und-unterschrift.de, auf der Quellen zur Zwangsarbeit kontextualisiert und mit pädagogischen Materialien versehen worden sind.

 

Um es vorauszuschicken: Etwas Derartiges gibt es zum Themenkomplex NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisationen nicht. Dass es wünschenswert wäre, dürfte wohl unbestritten sein , dass es möglich wird, ist aber angesichts der geringen Onlineaffinität der in Forschung und Vermittlung tätigen Personen und Institutionen wenig wahrscheinlich.

Hier sollen also eher handfest Online-Fundstellen auf folgende Kriterien hin überprüft werden:

 

 

Es ist daran gedacht, digitale Bibliotheken, die Wikipedia mit ihren Unterprojekten wie Wikisource, Gedenkstätten mit ihren Onlineauftritten, Museen, universitäre Websiten und Seiten bürgerschaftlicher, kommunaler und institutioneller Gedenkinitiativen zu untersuchen. Einen festen Rhythmus wird es nicht geben und Hinweise sind gerne gesehen. Wir beginnen nächste Woche mit der Deutschen Digitalen Bibliothek.