*„Unwertes Leben“  ist on tour

 

 Das ist der erste in einer Reihe von Beiträgen zu der Veranstaltung „Unwertes Leben on Tour“.
Alle Beiträge stammen von Maria-der-Bär.de

 

 

 

Wir sind der Gedenkstätte Brandenburg zu großem Dank verpflichtet. Sie hat den Mut bewiesen sich auf unser Experiment einzulassen. Wir sind freundlich empfangen worden und konnten unser Zelt direkt auf der Wiese vor dem Gebäude aufbauen. Die Mitarbeiter haben mit uns zusammen den Tag „ausgehalten“.

Der Auf und Abbau war hart aber „Psychos“ schaffen auch das…

 

 

Mittags angekommen bauten wir das Zelt sofort auf.

 

 

Beim Anbringen der Installationen waren alle fleißig…

 

 

Hannamon und Caro gemeinsam beim Zeltabbau

 

 

…bei aller Anstrengung erst mal ein Nickerchen.

 

Und irgendwie haben wir es geschafft, dass wir unsere Aktion in Brandenburg fast ohne Öffentlichkeit abhalten konnten…, die Presse war da, Mitarbeiter der Gedenkstätte und Kellis aus Berlin… inklusive 2-3 Irrläufer… Unwertes Leben on tour grüßt die Welt, die sie leider nicht zurück…  Eine Ursache liegt bestimmt in der noch nicht ausreichenden Vernetzung und Werbung, aber es begegnet uns immer auch eine große Skepsis, ein nicht zutrauen. Klar müssen wir noch üben. Wir befürchten aber, dass es nicht ausreichen wird…

 

 

Einige Grüße an die Opfer blieben im Baum hängen. Aber wir konnten sie „retten“ und aufsteigen lassen…

Und hier erste Teile aus dem Tourprogramm als Video

 

Unwertes Leben on Tour: Video 1

 

Ohne David unseren „schrägen“ Techniker, Musikproduzenten und Künstler geht gar nichts…

 

 

und Hannamon… unser_e „Schauspieler_in und Sänger_in“ mit eigenen Gedichten.

 

 

… und wir haben mal wieder nachgedacht …

Gedanken zum Hören!

 

 

… wir haben es jetzt endlich verstanden…, auch die Absagen der anderen Gedenkstätten erscheinen uns im anderen Licht…, es handelt sich um „Fürsorge“, sie wollen uns nicht belasten, Menschen mit seelischen (und auch kognitiven) Hindernissen sind der geschichtlichen Realität des Umganges mit dem „Anderssein“ nicht gewachsen.
Die Gedenkstätten sind gar nicht für uns vorgesehen….

…und andere Gruppen des „Andersseins“ die im Dritten Reich verfolgt und getötet wurden, sehen die Gedenkorte als Teil Ihrer Identität an. Wie wir sie darum beneiden, aber sie sind eben nicht krank…

 

„21. Juni 2014 Gedenkfeier für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des CSD

… Die von Ulrich Keßler, Vorstandsmitglied beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, moderierte Veranstaltung werden Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Bodo Niendel, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations, der Britische Aktivist Peter Gary Tatchell und Dr. Manuela Sissy Kraus vom Vorstand des Berliner CSD e.V. mitgestalten.
Zu der gemeinsamen Gedenkveranstaltung ruft auch das Aktionsbündnis CSD Berlin 2014 auf.“


Wir glauben, dass die Orte der „Euthanasie“ (Zwangssterilisationen) des Dritten Reiches sich und Ihrem gesellschaftlichen Auftrag, des Gedenkens und Mahnens, eine Chance der Umsetzung nehmen. Menschen mit Behinderungen und Ihr geschichtliches Engagement würde den Orten eine nachhaltigere und dauerhaftere Legitimation verleihen. Natürlich sind wir keine Historiker und wir brauchen „Fachmenschen“ der Geschichte um Ereignisse richtig einzuordnen. Aber zusammen könnten wir Geschichte zum Ort lebendiger Prävention  machen. Schade…

Wir fragen uns aber, wie Sie auf diesen Gedanken kommen, dass wir dieser Auseinandersetzung nicht gewachsen sind.

Uns bleiben nur die Erklärungen,

 

Weiterlesen