…Danke…

 

Es gab auf unserer Tour den Punkt, nach unserem Besuch in Hadamar, wo wir unsere Aktion abbrechen wollten. Immer wieder Gedenkstätten, die die Gegenwart und Utopie ausließen; in der Vergangenheit „stecken“ blieben, ohne ein Heute (und immer noch die „Absagen“ im Hinterkopf). Somit war die Motivation eher sportlich…, die 6. Gedenkstätte kriegen wir auch noch hinter uns. Resultat: „Wir waren mal wieder zu spät“. Ich möchte aber auch die Autobahnführung in Linz, mit den ständigen Wechseln der Autobahnen, lange Kurvenführung und dem dadurch bedingten 24 km die sich auf weit über 50 ausdehnten ins Feld führen . Und das mit sechs Verrückten… wir sind eben anders…

 

 

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aber dann kam Hartheim…

 

Der Ort selbst hatte schon etwas „Tragendes“ und auch unser Geisterfühler Patrick war sofort von den Stimmungen eingenommen.

 

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Ein Schloss, eine ehemalige „Behindertenanstalt“, heute ohne den ambivalenten Flair von Behandlung. Keine Gedenkstätte, sondern ein Lern- und Gedenkort. Alles dem Gedenken tausender Opfer geschuldet und der Lehre aus diesem Unrecht verpflichtet. Das Schloss selbst ist schon beeindruckend. Die Ausstellung im Erdgeschoss der Geschehnisse im „Dritten Reich“ war nach unserem Empfinden mehr auf die Opfer gerichtet. Dieser Eindruck resultierte zum Beispiel aus der Dokumentation von Alltagsgegenständen die die Opfer (Brillen etc.) hinterließen bis zu den unzähligen Gedenktafeln, die sie gegenwärtig erschienen ließen.

 

Und trotzdem, nach der 6. Gedenkstätte, der 6. Gaskammer (auch wenn sie in Grafeneck und Brandenburg als Ort nicht mehr erhalten sind) wollten wir endlich in die Gegenwart und Zukunft unseres Andersseins, in die Lehre aus der Geschichte…

 

…und da war sie, im ersten Stock…

 

Die geschichtliche Entwicklung des „Andersseins“ in das heute, in die Zukunft, als Resultat der grausamen Geschichte. Kein Thema wurde ausgespart, von der industriellen Revolution, die ein Anderssein im „Produktionsprozess“ nicht mehr dulden konnte, über die Eugenik, moderner Gentechnik, aktueller Behindertenpolitik, UN Behindertenrechtskonvention und neuen Forderungen nach der Gleichbehandlung von Menschen die „Anders sind“.

 

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…Anderssein heute war auch zu sehen…

 

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… und die Forderungen für morgen…

 

Und jetzt hat sich unsere „Bummelei“ gerächt. Zu wenig Zeit, zu viele Eindrücke…

 

Wir kommen wieder, versprochen…

 

… ach ja, wir sind sogar noch belohnt worden, man hat uns erwartet und sich für unsere Anliegen Zeit genommen…

 

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… im Gespräch mit dem Leiter…

 

mehr morgen!

 

 

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