Karl Stefanski 1919

Karl Stefanski 1919

Im November 2013 wusste Astrid Irion nicht viel mehr über Ihren Großvater, als dass er in einer Berliner Nervenheilanstalt gelebt hatte und ihre Mutter ihn in den 1930er Jahren besuchte. Ein knappes halbes Jahr später konnte sie dank ausgedehnter Archivrecherchen seinen Lebensweg, der in der NS-„Euthanasie“-Tötungsanstalt Brandenburg/Havel endete, detailliert nachvollziehen. Der Bergbauarbeiter war durch Erlebnisse an der deutschen Ostfront im Ersten Weltkrieg schwer traumatisiert. Er wurde 1926 in die Berliner „Städtische Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten“ eingeliefert und fiel der Aktion T4 zum Opfer.

 

Astrid Irion fand die Kraft, die bedrückende Geschichte aufzuschreiben und stellt sie jetzt dankenswerter Weise der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie ist auf www.gedenkort-t4.eu verfügbar.