Der Regisseur Guillaume Dreyfus hat das Naheliegende getan und dabei doch Neuland beschritten: Er interviewte Zwangssterilisierte und Kinder von Menschen, die in der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden. Seine Interviewpartner hatten sich ab 1987 im Bund der Euthanasiegeschädigten und Zwangssterilisierten organisiert. Sie wollten Anerkennung und Entschädigung und wurden vielfach durch die Ablehnung von beidem noch einmal traumatisiert. Die Homepage des mitttlerweile in eine Arbeitsgemeinschaft überführten Bundes gibt detailliert Einblick in den Kampf mit gefühllosen Paragraphenrittern und die kleinen Erfolge, die dennoch errungen werden konnten.

Die Filmvorfühhrung ist eingebettet in eine Podiusdiskussion, an der neben dem Regisseur auch Michael Wunder und Margret Hamm als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft teilnehmen werden. Beginn ist um 19.00.