Ein schönes Weihnachtsgeschenk machte uns der Berliner Verein Kellerkinder: Sie stellten den filmischen Bericht ihrer Reise zu Gedenkstätten an Orten der NS-„Euthanasie“ online. Sozusagen „live“ berichteten sie auch hier über ihre Eindrücke (Zum Nachlesen). Nun besuchen viele Menschen Gedenkstätten – 2013 zählte die Gedenkstätte Hadamar etwa 18.000 Besucher. Das Besondere an den Besuchern, die dieser Film vorstellt ist nun, dass sie wohl von vielen als „besonders“ wahrgenommen werden.

 

Probeaufbau des Veranstaltungszeltes

Probeaufbau des Veranstaltungszeltes, in dem in Brandenburg/Havel eine Performance der Gruppe stattfand.

Sie selbst bezeichnen sich als Menschen mit seelischen Hindernissen  und traten als solche an die Gedenkstätten heran Dies führte zu zahlreichen, hochspannenden und nicht immer erfreulichen Ereignissen und Begegnungen  in Hadamar, Brandenburg und Hartheim.Vor ihrem Besuch in Brandenburg erhielten sie gar eine anonyme Email mit Drohungen, die auch diesen bemerkenswerten Satz enthielt:

Früher war die Euthanasie die Feindiagnostik von heute! Werde selber Vater und bevorzuge gesundes Leben

Damit hat dieser -inzwischen identifizierte- Zeitgenosse ungewollt die Tragweite des historischen Ereignisses des nationalsozialistischen Krankenmordes bestätigt.