Wann: Di 20. Januar 2015, 19 Uhr
Wo:     Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79–80 10623 Berlin
Laufzeit: 20.1.– 20.2.2015

 

Die Ausstellung „Töten aus Überzeugung“ ist ein Projekt von Michael Gollnow und wird von der Pinel gGmbh getragen. Sie war schon u.a. im Rathaus Tempelhof, in der Katholischen Hochschule Berlin und in Wrocław zu sehen. Für die Station an der Jüdischen Volkshochschule wurde die Ausstellung überarbeitet und in das Russische und Hebräische übersetzt.

 

Ausstellungstafel

Ausstellungstafeln

 

Im Folgenden der Pressetext:

 

Der NS-Staat strebte eine einheitliche, rassisch reine, gesunde Gesellschaft an. Jeder, der anders war, konnte verfolgt, verletzt oder ermordet werden. Psychisch kranke Menschen und geistig behinderte sowie als unheilbar eingestufte Patienten wurden zu hunderttausenden zwangssterilisiert und ab 1939 in Deutschland und vielen besetzten Gebieten ermordet.
Die Ausstellung »Töten aus Überzeugung « stellt in Fotografien, Dokumenten und Szenen die grausamen Methoden und Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Menschen mit Behinderung dar – von der Aktion »T4«, über die Krankenmorde in Auschwitz-Birkenau bis zur »Sonderbehandlung« jüdischer Patienten.
Die szenische Darstellung in Schaukästen will einen Gegenpol zur reinen Vermittlung von Daten, Fakten und Zahlen setzen und Geschichte »erfühlbar« machen oder »mit dem Herzen aufarbeiten«, wie der Ausstellungsmacher Michael Gollnow sagt.

MICHAEL GOLLNOW, Absolvent der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, DIG-Mitglied und Leiter einer Einrichtung für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Pinel gGmbH hat die Ausstellung zusammen mit dem Historiker Robert Parzer, Gedenkort T4, gestaltet.