Update: Der CfP ist beendet. Das Programm steht und ist hier zum Download verfügbar.

Lange war es unklar, ob es überhaupt eine Herbsttagung des „Arbeitskreises zur Erforschung der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisationen“ geben wird, doch dann sprang quasi in letzter Sekunde die Erinnerungs-, Bildungs- und Begnungstätte Alt-Rehse ein. Dort passierte ab 1935 unter anderem Folgendes:

 

Kurse Alt Rehse 35 und 36. Quelle:  Maibaum

Kurse Alt Rehse 35 und 36. Quelle: Maibaum

 

Die NS-Gesundheitsführung wollte einen Ort etablieren, an dem u.a. Ärzte, Pflegende und Hebammen den state of the art an nationalsozialstisch geprägter Rassenideologie, Erbbiologie und dergleichen lernen sollten. Dass das Böse oft an schönen Orten stattfindet, stimmt hier übrigens wirklich:

 

Der Tollensesee bei Alt-Rehse

Der Tollensesee bei Alt-Rehse

 

Heute gibt es dort ein vollkommen nach nationsozialistischem Ideal designtes Dorf, die originalen Häuser, in denen die angehenden „Gesundheitsführer“ während ihrer Schulungen wohnten und wo bis vor kurzem eine verstrahlte Esokommune lebte. Ebenso eine entstehende Gedenkstätte, die eine Ausstellung präsentiert und z.B. die Ethik-Tagungen organisiert. Nun also die Herbsttagung, deren vorläufiges Programm hier zu finden ist und für das noch einige Slots frei sind. Wer also beim Tagungsmotto „Täterforschung im Diskurs“ einen erhöhten Pulsschlag bekommt, ist herzlich eingeladen, bis Ende Juli einen Abstract einzureichen.