Wann: 7. und 8. April 2016

Wo: Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn

 

Die Tagung wird veranstaltet vom DFG-Projekt „Erinnern heißt Gedenken und informieren“ (Christof Beyer, Petra Fuchs, Annette Hinz-Wessels, Gerrit Hohendorf, Maike Rotzoll, Hedwig Thelen, Jens Thiel) zusammen mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 

Im Folgenden ein Auszug aus der Einladung und das Programm: (Hier und hier zum Download)

 

„Wir möchten das Erkenntnistransfer-Projekt mit einer kleinen Tagung abschließen und hierzu die interessierte Öffentlichkeit und all diejenigen einladen, die das Projekt in den Jahren 2012 bis 2016 begleitet und gefördert haben. In vier Gesprächsrunden soll einerseits über neue Forschungs-ergebnisse und -perspektiven zu den nationalsozialistischen Patientenmorden diskutiert und ihre europäische Dimension herausgearbeitet werden. Andererseits fragen wir nach der gesellschaft-lichen Dimension des Themas: Was bedeuteten die Patientenmorde für die betroffenen Familien? Und: Wie kann Barrierefreiheit in der Geschichtsvermittlung – als Zeichen der Teilhabe von Men-schen mit Behinderungen an ihrer Geschichte – in der Zukunft realisiert werden? Eine öffentliche Podiumsdiskussion am Abend widmet sich dem Lernen mit der Geschichte und ethischen Konse-quenzen, die aus der Geschichte der NS-„Euthanasie“ und der Eugenik gezogen werden können.“

 

Programm
Donnerstag 7. April 2016

Begrüßung/Grußworte, 13.00h
– Wissenschaftszentrum
– DFG
– Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors

 
Rundgang durch die Ausstellung, 13.15h

 
Einführender Vortrag (20 Minuten mit anschließender Diskussion), 13.45h – 14.30h
Das Erkenntnistransfer-Projekt „Erinnern heißt gedenken und informieren“ – Wo stehen wir in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung und in der historischen Forschung zu den nationalsozialisti-schen „Euthanasie“-Verbrechen?
Gerrit Hohendorf (München) und Maike Rotzoll (Heidelberg)

 
Pause: 14.30h – 14.45h

 
Gesprächsrunde 1 Nationalsozialistische „Euthanasie“ – Neue Erkenntnisse und Forschungs-perspektiven, 14.45h – 16.15h
Moderation: Hans-Walter Schmuhl (Bielefeld)
– Die Organisationszentrale der Krankenmorde in der Berliner Tiergartenstraße 4: Annette Hinz-Wessels (Berlin)
– Dezentrale „Euthanasie“, Stand der Diskussion: Uwe Kaminsky (Bochum)
– Die Reaktion auf die Krankenmorde in England und USA: Thorsten Noack (Düsseldorf)
– Nach dem Krankenmord: Maike Rotzoll (Heidelberg)

 
Pause: 16.15h – 16.45h

 

 
Gesprächsrunde 2 Nationalsozialismus im Familiengedächtnis, 16.45h – 18.15h
Moderation: Jens Thiel (Münster/Berlin)
– Familiengedächtnis: Sabine Moller (Berlin)
– Angehörige von „Euthanasie“-Opfern: Helmut Bader (Schwäbisch Gmünd)

– Angehörige von Tätern: Isabella Kaltenegger (angefragt)

– Namensnennung der „Euthanasie“-Opfer: Michael von Cranach (München)

 
Abendessen 18.15h – 19.30h

 

 
Abendveranstaltung 7. April 2016, 19.30h – ca. 21.00h

 
Lernen mit der Geschichte – Welche ethischen Konsequenzen ergeben sich aus der historischen Erfahrung der nationalsozialistischen Eugenik und der „Euthanasie“-Verbrechen?
Gesprächspartner:
Johann S. Ach (Münster)
Michael Wunder ( Hamburg)
Moderation: Norbert Jachertz (Köln)

 
Freitag, 8. April 2016

 
Gesprächsrunde 3 Barrierefreiheit in der Geschichtsvermittlung, 9.00h – 10.30h

 
Moderation: Hedwig Thelen (Bremen)
Referenten und Referentinnen:
– Barrierefreie Geschichtsvermittlung und Disability History: Petra Fuchs (Berlin)
– Leichte Sprache in der Gedenkstättenarbeit: Uta George (Bad Homburg)
– Netzwerk People First Deutschland: Anette Bourdon (Kassel)
– Geschichtsvermittlung und barrierefreie Gedenkstätte: Sebastian Priwitzer (Grafeneck)

 
Pause: 10.30h – 11.00h

 

Gesprächsrunde 4 Patientenmorde in Europa, Vernichtungskrieg und Holocaust, 11.00h – 12.30h
Moderation: Christof Beyer (Berlin)
– Patientenmorde in Polen: Ingo Loose (Berlin)
– Patientenmorde in der Sowjetunion: Martin Holler (Berlin)
– Frankreich: Chantal Marazia (Paris)
– Niederlande: Cecile aan de Stegge (Bunnik, NL)

 
Abschlussdiskussion, 12.30h – 13.00h

 
Mittagsimbiss und Ausklang, 13.00h