Wann: 29.6.2016 11:30-18:00

Wo: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Berlin

 

Anmeldung bis spätestens 23. Juni unter veranstaltungen@topographie.de oder 030 25450913
Eintritt frei

 

Wenn man die Seiten der Gedenkstätte Hadamar aufruft, begegnet einem ein Opfer namens „Emilie R.“ Warum man nicht erfährt, dass es sich dabei um Emilie Rau handelt und ob man das ändern soll, wird auf der Konferenz diskutiert werden. Es ist nicht die erste ihrer Art -erinnert sei hier z.B. an eine Veranstaltung in München (Tagungsbericht) und eine in Berlin. Die Konferenz kennzeichnet aber eine veränderte Wahrnehmung des Problems in der Politik, da mit Monika Grütters MdB die Staatsministerin für Kultur und Medien ein Grußwort spricht.

 

Allen bisherigen Tagungen ist gemein, dass man auch 70 Jahre nach dem Ende der NS-„Euthanasie“-Morde die Frage, ob man die Opfer mit vollem Namen nennen soll und darf, nicht einheitlich geregelt hat. Das stellt die Forschung und Akteure der Erinnerung oft vor große Probleme. Dahinter stehen oft Bedenken von Archiven wegen der schutzwürdigen Belange von Dritten, womit heute lebende Angehörige gemeint sind, die nicht mit einem Menschen mit Behinderung(en) in Zusamenhang gebracht werden sollen (und selten tatsächlich das auch nicht wollen).

Hier der Flyer. Wer mag, kann zur Vorbereitung auch das Gutachten von Dr. Erhart Körting pro Namensnennung lesen.