Wo: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Wann: 21. Juni 2016 um 18 Uhr

 

Artur Jacobs kam 1883 als viertes Kind seiner jüdischen Eltern zur Welt. Er wurde Kaufmann, bis das NS-Regime im Zuge seiner atisemitischen Politik ihm die wirtschaftliche Existenz unmöglich machte. Er kam wegen angeblichen Sozialhilfebtrugs zwei Mal in Haft; am 15.6.1938 wurde er im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Die Versuche seiner katholischen Frau, ihm zur Ausreise nach Brasilien zu verhelfen, schlugen fehl, und Artur Jacobs wurde in das KZ Dachau überstellt. Seine Odysee durch den KZ-Archipel führte ihn nach Neuengamme, von wo aus er wieder nach Dachau kam, wo er schwer erkrankte. Mit einem so genannten Invalidentransport wurde er in die „Euthanasie“-Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort in der Gaskammer ermordet. (Quelle)

Arthur Jacobs. Quelle http://lebensspuren.schloss-hartheim.at/index.php/2-biografie/23-arthur-jacobs

Arthur Jacobs. Quelle http://lebensspuren.schloss-hartheim.at/index.php/2-biografie/23-arthur-jacobs

Dies ist eine von vielen Biographien, die der Vortragende Florian Schwanninger und sein Team des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim erarbeitet haben. Florian Schwanninger wird in Pirna über die Ermordung tausender KZ-Häftlinge durch das Personal der Aktion T4 sprechen.