Seit einigen Jahren gibt es ein erinnerungskulturelles Phänomen zu beobachten: Immer mehr Angehörige von Opfern der NS-„Euthanasie“ gehen an die Öffentlichkeit. Sie schreiben Bücher, Biografien, sprechen auf Konferenzen und gestalten Gedenkseiten im Netz.

 

Eine von ihnen ist Julia Frick, die hier im Blog schon öfter zu Wort kam. Seit sie entdeckte, dass ihr Großvater im Jahr 1941 in der Nervenheilanstalt Bernau ermordet wurde, ist sie in allen nur denkbaren Formaten aktiv, zur Zeit vor allem als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Gedenkort-T4.e.V. Nun hat sie ein Projekt gestartet, das uns das gesamte Jahr hier auf dem Blog begleiten wird:

 

Eine Reihe von Interviews mit anderen forschenden Angehörigen von „Euthanasie“-Opfern. Wie haben sie mit der Recherche begonnen? Was treibt sie an? Und welchen Einfluss hat ihre Arbeit auf ihr familiäres Umfeld und nicht zuletzt auf sie selbst? Diesen und anderen Fragen will Julia Frick gemeinsam mit ihren Interviewpartner_innen nachgehen.

 

Das erste Interview von Julia Frick wird am 15. Januar 2017 erscheinen.