Wann: 16. Feb. 2017 um 17 Uhr
Wo: Akademie der Gesundheit, Schwanebecker Chaussee 4 E-H; 13125 Berlin. Vortragssaal; Haus 206 (Hufelandcampus)

KrankenhausBuch Anfang des 20. Jahrhunderts. Quelle:http://www.planetarium-berlin.de

Krankenhaus Buch Anfang des 20. Jahrhunderts. Quelle:http://www.planetarium-berlin.de

Mit 2.700 Plätzen war die Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch bis Ende 1940 die größte der vier Berliner Einrichtungen zur Pflege und Versorgung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anstalt aufgelöst und die Gebäude für andere medizinische Zwecke genutzt. Zahlreiche Patienten und Pfleglinge fielen den der NS-Krankenmord- Aktionen zum Opfer. Entweder starben sie in den Gaskammern der „Aktion T4“ oder wurden im Rahmen dezentraler „Euthanasie“-Maßnahmen durch Hunger und/oder Medikamente getötet.

Das Denkmal: Ein Kissen aus Kunstharz

Denkmal in Berlin-Buch: Ein Kissen aus Kunstharz

Durch die Veröffentlichung ihrer Namen in einem Gedenkbuch sollen die Ermordeten ihre Identität zurückerlangen. Damit kann einerseits das öffentliche Gedenken an diese Opfergruppe unterstützt werden, andererseits wird auch individuelles Gedenken möglich, indem die Nachkommen gesicherte Auskünfte über das Schicksal ihres Angehörigen erhalten.