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Kategorie Archiv: Allgemein

Hadamar: Hier wurden Patienten ermordet. Hier wohnen Patienten!

Geschrieben am 24 Mai 2017 um 14:59, von

In Hadamar haben die Nationalsozialisten in den Jahren 1941 – 1945 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, ab 1942 auch kranke Zwangsarbeiter und sog. halbjüdische (gesunde) Kinder im Rahmen der NS-Krankenmorde getötet. Heute ist die Gedenkstätte Hadamar ein wichtiger Ort des Gedenkens an die Opfer der NS-„Euthanasie“, der allein in Hadamar fast 15.000 Menschen zum  Continue Reading »

„Er ist nie Teil der Familie gewesen“ – Jörg Waßmer und sein Großonkel Alois Zähringer

Geschrieben am 15 Mai 2017 um 15:00, von

Jörg Waßmer ist 40 Jahre alt, lebt in Berlin und ist als Historiker am Jüdischen Museum tätig. Bereits im Kindesalter begann er, seine Großmutter über ihre Familie zu befragen und ahnte nicht, was er damit in Bewegung setzen würde. Vor einigen Wochen konnte ich ihn in Berlin treffen – und er erzählte mir eine der  Continue Reading »

Frühjahrstagung des AK NS-Euthanasie in Werneck

Geschrieben am 3 Mai 2017 um 13:59, von

Wo: Guddensaal, Krankenhaus Schloss Werneck Wann: 19.-21.5.2017     Der Arbeitskreis zur Erforschung der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisationen trifft sich jährlich zweimal – und das seit 1983. Er dürfte damit einer der langlebigsten Zirkel sein, der in einer solchen Intensität zu einem eingegrenzten Themenfeld arbeitet. „Eingegrenzt“ trifft es dann aber auch nicht wieder ganz, denn jede  Continue Reading »

Rezension: „24 Wochen“

Geschrieben am 2 Mai 2017 um 11:10, von

von Stana Schenck   Auf der Berlinale 2016 lief der Film „24 Wochen“ als einziger deutscher Wettbewerbsbeitrag. Der offizielle Text zum Film beschreibt die Handlung: „Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als  Continue Reading »

Konferenz: Die Vision vom gesunden Menschen – Zum Diskurs über Prädiktion und Gentherapie

Geschrieben am 25 April 2017 um 13:33, von

Wann: 9. bis 10. Juni 2017 Wo: Erinnerungs-, Bildungs- und Begenungsstätte Alt Rehse Flyer, Programm, Anmeldung   Die Möglichkeiten der Gendiagnostik und der Gentherapie werden unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit, unseren Umgang damit und letztlich das Verständnis, was der Mensch ist, entscheidend verändern. Die genetische Diagnostik eröffnet die Möglichkeit der individuell maßgeschneiderten und damit  Continue Reading »

Buchprojekt zur Reichshebammenführerin

Geschrieben am 18 April 2017 um 18:24, von

Die Neubrandenburger Pflegehistorikerin Anja K. Peters hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um ihre Doktorarbeit über die „Reichshebammenführerin“ Nanna Conti (1881-1951) als Buch herausgeben zu können. Conti war als Leiterin der „Reichshebammenschaft“ wie als Mutter des „Reichsärzte- und -gesundheitsführers“ Leonardo Conti in die mörderische Gesundheitspolitik des Deutschen Reichs involviert. Im September 1941 sandte Leonardo Conti ein Rundschreiben  Continue Reading »

„Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen“ – Ulrich Raschkowski und sein Onkel Kurt Georg Vogt

Geschrieben am 15 April 2017 um 16:00, von

Ulrich Raschkowski (Jg. 1945) ist pensionierter Lehrer aus Wolfsburg und der Neffe von Kurt Georg Vogt, der 1941 in Pirna-Sonnenstein ermordet wurde. Vor sieben Jahren hat sich Ulrich Raschkowski auf die Suche nach den Spuren seines Onkels begeben.       Julia Frick: Wann haben Sie begonnen, über das Schicksal Ihres Onkels nachzuforschen? Können Sie sich  Continue Reading »

Dorothea Buck zum 100. Geburtstag – eine Würdigung

Geschrieben am 5 April 2017 um 21:15, von

  Heute, am 5. April 2017 wird Dorothea Buck 100 Jahre alt. Ein stolzes Alter, das eine Würdigung ihrer Person bzw. den Versuch, einen Blick auf ihr Lebenswerk zu richten, geradezu einfordert. Letzteres ist aber gar nicht so einfach, da Dorothea Bucks Wirken und ihr Lebenswerk sehr umfangreich und vielfältig sind. Es lässt sich nicht  Continue Reading »

Keine Ehrung für Robert Rössle

Geschrieben am 20 März 2017 um 14:06, von

In Berlin-Buch ist eine Straße nach Robert Rössle benannt. Im Skulpturenpark des Wissenschaftscampus wird durch einen Bronzekopf zusätzlich an ihn erinnert. Es gibt öffentlich zugängliche Hinweise, dass der Geehrte ein Verfechter der nationalsozialistischen Ideologie war, für den sich eine derartige öffentliche Ehrung verbieten sollte. Allerdings blieben mehrere Anschreiben an das Bezirksamt Pankow, in denen um  Continue Reading »

„Vergangenheit und Gegenwart sind nicht zu trennen“

Geschrieben am 15 März 2017 um 09:00, von

Johanna Herzing (Jg. 1982) ist Kulturwissenschaftlerin und Hörfunk-Journalistin. Sie widmet sich beruflich überwiegend politischen und historischen Fragestellungen sowie der Region Ostmitteleuropa. Das Schicksal ihrer Urgroßtante Gertrud Ferchland, die 1943 in der Heil- und Pflegeanstalt Meseritz-Obrawalde ermordet wurde, hat sie in einem Feature für den Deutschlandfunk verarbeitet.         Julia Frick: Wann haben Sie begonnen, über  Continue Reading »

Rez.: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein (Hg.): Den Opfern ihren Namen geben

Geschrieben am 13 März 2017 um 11:28, von

Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein im Verbund der Stiftung Sächsische Gedenkstätten publizierte  eine Reihe von Porträts von Menschen, die 1940 und 1941 in Pirna den nationalsozialistischen Patientenmorden zum Opfer fielen. Die zehn, jeweils zehn bis 15 Seiten umfassenden, im Broschürenformat gehaltenen Bände sind reichlich bebildert und schildern unterschiedlichste Lebenswege von Geburt und Kindheit über die meist langjährigen  Continue Reading »

Ernst Klee – Wegbereiter der Forschungen zu den NS-Medizinverbrechen

Geschrieben am 7 März 2017 um 09:57, von

Am 15. März 2017 wäre der Journalist, Publizist, Historiker und Grundlagenforscher zu den „Euthanasie“-Verbrechen 75 Jahre alt geworden.   Der im Mai 2013 in Frankfurt am Main Verstorbene war ursprünglich gelernter Installateur, holte das Abitur auf dem 2. Bildungsweg nach und studierte anschließend Sozialpädagogik und Theologie. Zunächst befasste sich Ernst Klee in den 70er Jahren  Continue Reading »

Projekt: Kontinuitäten und Brüche in B.O./Agnes-Karll-Verband/DBfK 1933-49

Geschrieben am 17 Februar 2017 um 14:52, von

Materialien zur Geschichte der Pflege im Nationalsozialismus gesucht Die Neubrandenburger Pflegewissenschaftlerin Dr. Anja K. Peters und der Berliner Historiker Robert Parzer haben damit begonnen, im Auftrag des DBfK-Bundesvorstands die vermuteten personellen Kontinuitäten im Berufsverband zwischen 1933 und 1949 zu erforschen. Ziel der Studie ist es, die Rolle von herausgehobenen Funktionären und Funktionärinnen des DBfK und  Continue Reading »

Es begann mit einer Zeitungsannonce – Edward Wieand und seine Tante Erna

Geschrieben am 15 Februar 2017 um 09:00, von

Edward Wieand lebt in Sennestadt bei Bielefeld. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 war er in der heilpädagogischen Arbeit, u.a. in den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo tätig. Bereits in den 1980er Jahren begann er, zum NS-„Euthanasie“-Mord an seiner Tante Erna Kronshage (1922-1944) zu recherchieren – ausgelöst durch eine Zeitungsannonce. Mittlerweile  Continue Reading »

Vorstellung des Gedenkbuches der Opfer aus der Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch

Geschrieben am 1 Februar 2017 um 12:00, von

Wann: 16. Feb. 2017 um 17 Uhr Wo: Akademie der Gesundheit, Schwanebecker Chaussee 4 E-H; 13125 Berlin. Vortragssaal; Haus 206 (Hufelandcampus) Mit 2.700 Plätzen war die Heil- und Pflegeanstalt Berlin-Buch bis Ende 1940 die größte der vier Berliner Einrichtungen zur Pflege und Versorgung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anstalt  Continue Reading »