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	<title>Gedenkort-T4.eu</title>
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	<description>Informationen zur NS-&#34;Euthanasie&#34; und ihren Folgewirkungen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 May 2013 21:05:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ernst Klee, Pionier der NS-&#8221;Euthanasie&#8221;-Forschung, gestorben</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/18/ernst-klee-pionier-der-ns-euthanasie-forschung-gestorben/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 19:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion T4]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Kranke ist Last]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Klee]]></category>
		<category><![CDATA[NS-Euthanasie]]></category>
		<category><![CDATA[Sichten und Vernichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ernst Klee ist tot. Der gelernte Heizungstechniker, Theologe und Sozialarbeiter legte 1983 das Standardwerk zum nationalsozialistischen Krankenmord vor: „Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens“ ist auch heute noch, immer wieder umfänglich erweitert und durch Ergebnisse akribischer Archiv-Recherchen ergänzt, eine grundlegende Studie. Was danach kam, war oft analytisch ausgefeilter und besser in akademische Diskurse eingebettet, aber niemand konnte<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/18/ernst-klee-pionier-der-ns-euthanasie-forschung-gestorben/" class="read-more">&#160; Continue Reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/18/ernst-klee-pionier-der-ns-euthanasie-forschung-gestorben/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Ernst Klee ist tot. Der gelernte Heizungstechniker, Theologe und Sozialarbeiter legte 1983 <em>das </em>Standardwerk zum nationalsozialistischen Krankenmord vor: „Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens“ ist auch heute noch, immer wieder umfänglich erweitert und durch Ergebnisse akribischer Archiv-Recherchen ergänzt, eine grundlegende Studie.</p>
<p>Was danach kam, war oft analytisch ausgefeilter und besser in akademische Diskurse eingebettet, aber niemand konnte es mit Klees enzyklopädischem Wissen zum Thema aufnehmen. Kennzeichnend für sein Werk waren generell die Hebung neuer und aufmerksame Re-Lektüre bekannter Archivbestände zum Thema. Dabei war er einer der Ersten, die darauf hinwiesen , dass der Krankenmord im besetzten Polen begann. So drehte er bereits 1987 in seinem Film für den Hessischen Rundfunk &#8220;Sichten und Vernichten&#8221; im <a title="Neue Ausstellung in Posen am Ort der ersten Gaskammer im Dritten Reich" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2012/04/24/neue-ausstellung-in-posen-am-ort-der-ersten-gaskammer/">Fort VII</a>, dem Ort der ersten Vergasung  im Dritten Reich überhaupt.</p>
<p>Hingewiesen sei noch auf zwei Filme Klees, die bei youtube verfügbar sind :</p>
<p>Sichten und Vernichten</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ySzibd9U5Rg">http://www.youtube.com/watch?v=ySzibd9U5Rg</a><a href="http://www.youtube.com/watch?v=W2VYP2JcZRY&amp;list=PLD920ECB950D07484"><br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles Kranke ist Last:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=t3n-9eMA2nE">http://www.youtube.com/watch?v=t3n-9eMA2nE</a> </p>
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		<title>PM „gedenkort-T4“ erhält den Ossip-K.-Flechtheim-Preis</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/16/pm-gedenkort-t4-erhalt-den-ossip-k-flechtheim-preis/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 12:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Humanistischer Verband]]></category>
		<category><![CDATA[Ossip K. Flechtheim]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gedenkort-t4.eu/?p=2896</guid>
		<description><![CDATA[Im Folgenden eine Pressemitteilung des Humanistischen Verbandes Deutschlands, die uns natürlich sehr freut&#8230; &#160; Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg und die Humanismus Stiftung Berlin vergeben ihren Toleranz- und Menschenrechtspreis an ein Projekt, das sich mit Vergangenheitsbewältigung und Erinnerungspolitik beschäftigt.   (16/5/2013) Der Ossip-K.-Flechtheim-Preis geht in diesem Jahr an den „gedenkort-T4“, ein Projekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin.<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/16/pm-gedenkort-t4-erhalt-den-ossip-k-flechtheim-preis/" class="read-more">&#160; Continue Reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/16/pm-gedenkort-t4-erhalt-den-ossip-k-flechtheim-preis/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Im Folgenden eine Pressemitteilung des Humanistischen Verbandes Deutschlands, die uns natürlich sehr freut&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg und die Humanismus Stiftung Berlin vergeben ihren Toleranz- und Menschenrechtspreis an ein Projekt, das sich mit Vergangenheitsbewältigung und Erinnerungspolitik beschäftigt.</b></p>
<p><strong> <span id="more-2896"></span></strong></p>
<p><strong>(16/5/2013) </strong>Der Ossip-K.-Flechtheim-Preis geht in diesem Jahr an den „gedenkort-T4“, ein Projekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin. Die Entscheidung sei für das interaktive Gedenk- und Erinnerungsprojekt ausgefallen, „da es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet und so einen soliden Beitrag zur gegenwärtigen Debatte über Inklusion leistet&#8221;, begründete die Stiftungsratsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, für die prominent besetzte, unabhängige Jury des Flechtheim-Preises. Die feierliche Preisverleihung wird im Oktober stattfinden.</p>
<p>Robert Parzer von „gedenkort-T4“ dankte im Namen aller Engagierten in dem Projekt der Jury: „Wir betrachten den Flechtheim-Preis als weitere Motivation und Anerkennung für unsere Arbeit. Wir widmen ihn aber auch der Arbeitvieler Initiativen, die sich im politischen Raum für die Realisierung eines Ortes des Gedenkens und der Information in der Tiergartenstraße 4 eingesetzt haben.“</p>
<p>Der Präsident des Humanistischen Verbandes, Norbert Kunz, beglückwünschte die Jury für ihre Entscheidung: „Es ist gut, dass sich die Jury so eindeutig für das Projekt „gedenkort-T4“ ausgesprochen hat. Wir alle haben die Aufgabe, dass die NS-Euthanasie-Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Beeinträchtigungen nicht in Vergessenheit geraten. Dieses Projekt schlägt als interaktiver Gedenk- und Informationsort eine Brücke zur jüngeren Generation.“ Auch der Vorstandsvorsitzende der Humanismus Stiftung Berlin, Manfred Isemeyer äußerte sich zufrieden. „Die Entscheidung der Jury ist klug und weitsichtig. Der „gedenkort-T4“ füllt die Lücke der längst überfälligen Anerkennung der Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde. Das Projekt wird auch die Umgestaltung der Tiergartenstraße 4 zu einem Gedenkort für die Euthanasieopfer begleiten. Und nicht zuletzt passt die Auszeichnung dieses Projekts wunderbar zum laufenden Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“, in dem in der Hauptstadt mit Ausstellungen an die nach 1933 zerstörte gesellschaftliche Vielfalt erinnert wird.</p>
<p>Die Onlineplattform gedenkort-T4.eu ist ein interaktiver Gedenk- und Informationsort, der über die nationalsozialistischen Euthanasie-Morde an 300.000 Menschen in Deutschland und Europa, die als „minderwertig“ oder „lebensunwert“ bezeichnet wurden, informiert. Mit diesem Projekt möchte der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der Träger des Projekts ist, die europäische Bürgerschaft im Internet erreichen – unabhängig von Ort und Zeit, von Alter, Herkunft, Bildung und geistiger Leistungsfähigkeit. Der „gedenkort-T4“ regt an, zu diskutieren, zu reflektieren, sich zu vernetzen und gemeinsam zu gedenken.</p>
<p>Mit dem Ossip-K.-Flechtheim-Preis zeichnen der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg und die Humanismus Stiftung Berlin Persönlichkeiten oder Projekte aus, die zur Förderung von Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung sowie die Einhaltung der Menschenrechte in der Gesellschaft beitragen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Bisherige Preisträger waren die Stiftung ZURÜCKGEBEN (2011), Dr. med. Michael de Ridder (2009), Seyran Ates und vier Schüler/-innen der Fritz-Karsen-Schule (2006), Prof. Peter Grottian (2004) und Dr. Konrad Riggenmann (2002).</p>
<p>Der unabhängigen Jury für den Ossip-K.-Flechtheim-Preis 2013 gehören an: Hans-Christian Ströbele (MdB Bündnis 90/Grüne), Rolf Schwanitz (MdB SPD), Ülker Radziwill (MdA SPD), Jutta Lieske (Mitglied des Landtags Brandenburg SPD), Annetta Kahane (Stiftungsratsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung), Prof. Dr. Julius Schoeps (Direktor des Moses-Mendelssohn-Zentrums Potsdam) und Prof. Dr. Dieter Wiedemann (Präsident der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf&#8221; i.R.).</p>
<p>&nbsp; </p>
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		<item>
		<title>Vortrag: &#8220;Von der Euthanasie zur Inklusion&#8221;</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/14/vortrag-von-der-euthanasie-zur-inklusion/</link>
		<comments>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/14/vortrag-von-der-euthanasie-zur-inklusion/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 10:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[NS-Euthanasie]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung EVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stiftung EVZ veranstaltet am 29.5. in Berlin einen Vortrag von Uta George zu Gedenkstättenarbeit in Leichter Sprache. Hier die Ankündigung und das Programm, eine Anmeldung ist noch bis zum 22.5. möglich. &#160; NS-Gedenkstätten haben bisher für Menschen mit Lernschwierigkeiten kaum Besuchsangebote entwickelt. Es wurde davon ausgegangen, dass diese Zielgruppe mit diesen Bildungsangeboten überfordert ist.<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/14/vortrag-von-der-euthanasie-zur-inklusion/" class="read-more">&#160; Continue Reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/14/vortrag-von-der-euthanasie-zur-inklusion/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Die<a href="http://www.stiftung-evz.de/" target="_blank"> Stiftung EVZ </a>veranstaltet am 29.5. in Berlin einen Vortrag von Uta George zu Gedenkstättenarbeit in Leichter Sprache. Hier die Ankündigung und das Programm, <a href="http://www.stiftung-evz.de/service/termine/von-der-euthanasie-zur-inklusion.html" target="_blank">eine Anmeldung ist noch bis zum 22.5. möglich</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>NS-Gedenkstätten haben bisher für Menschen mit Lernschwierigkeiten kaum Besuchsangebote entwickelt. Es wurde davon ausgegangen, dass diese Zielgruppe mit diesen Bildungsangeboten überfordert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die UN-Behindertenrechtskonvention hat einen Paradigmenwechsel und ein Umdenken in der historisch-politischen Bildungsarbeit eingeleitet. Verschiedene Gedenkstätten haben Angebote und Kataloge in leichter Sprache erstellt. Leichte Sprache gilt als wichtiger Schritt zur Barrierefreiheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Referentin Dr. Uta George hat Angebote für Besuche von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Gedenkstätten entwickelt. Sie berichtet über ihre Erfahrungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Programm<br />
</strong><br />
Begrüßung:<br />
Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einführung zur UN-Behindertenrechtskonvention:<br />
Prof. Dr. Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vortrag und Filmausschnitt „War der Hitler ein Drecksack“:<br />
Dr. Uta George, Soziologin und freischaffende Bildungsreferentin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Präsentation Online-Handbuch Inklusion:<br />
Judith Feige, Deutsches Institut für Menschenrechte</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Moderation:<br />
Uta Gerlant, Vorstandsreferentin Stiftung EVZ</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Stehempfang </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fotos der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/07/fotos-der-gedenkstatte-pirna-sonnenstein/</link>
		<comments>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/07/fotos-der-gedenkstatte-pirna-sonnenstein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 09:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion T4]]></category>
		<category><![CDATA[andersartig gedenken]]></category>
		<category><![CDATA[Eröffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkstätte]]></category>
		<category><![CDATA[Pirna-Sonnenstein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img width="3264" height="2448" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-06-16.46.26.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein Asbesthandschuh zum Bedienen der Öfen" /></p>Gestern war die Eröffnung der Ausstellung<a href="http://gedenkort-t4.eu/de/zukunft/andersartig-gedenken" target="_blank"> "andersartig-gedenken"</a> in der <a href="http://www.stsg.de/cms/pirna/startseite" target="_blank">Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein</a>. Sie versammelt die besten Schülerarbeiten des bundesweiten Wettbewerbs und wird bis zum 15. August diesen Jahres zu sehen sein. Bei der Gelegenheit entstanden auch einige aktuelle Fotos der Gedenkstätte. Alle stehen unter der Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">CC-BY-SA</a>.

[gallery ids="2826,2827,2829,2830,2831,2832,2833,2834,2835,2836,2837,2838,2839,2840,2841,2842,2844,2846,2848,2849"]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="3264" height="2448" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-06-16.46.26.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="Ein Asbesthandschuh zum Bedienen der Öfen" /></p>Gestern war die Eröffnung der Ausstellung<a href="http://gedenkort-t4.eu/de/zukunft/andersartig-gedenken" target="_blank"> "andersartig-gedenken"</a> in der <a href="http://www.stsg.de/cms/pirna/startseite" target="_blank">Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein</a>. Sie versammelt die besten Schülerarbeiten des bundesweiten Wettbewerbs und wird bis zum 15. August diesen Jahres zu sehen sein. Bei der Gelegenheit entstanden auch einige aktuelle Fotos der Gedenkstätte. Alle stehen unter der Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank">CC-BY-SA</a>.

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		</item>
		<item>
		<title>Fotos der Ausstellungseröffnung heute</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/</link>
		<comments>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 12:17:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktion T4]]></category>
		<category><![CDATA[Aufarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Sigrid Falkenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Tiergartenstraße 4]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein schwieriger Ort, eine gelungene Ausstellungseröffnung. Hier einige Fotos. &#160; &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Ein schwieriger Ort, eine gelungene Ausstellungseröffnung. Hier einige Fotos.</p>

<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-16-11/' title='Theater Ramba Zamba'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.16.11-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Theater Ramba Zamba eröffnete die Ausstellung" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/tweets/330989636132405248/bjfpugzcaaesc84/' title='Theater Ramba Zamba'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/BJfpUgZCAAEsc84-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Theater Ramba Zamba eröffnete die Ausstellung" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-26-19/' title='Theater Ramba Zamba'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.26.19-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Sigrid Falkenstein erarbeitete die Ausstellung mit Stefanie Endlich, Ralf Sroka,  Alexandra Pohlmeier und Petra Fuchs" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-35-08/' title='Ausstellungsdetail'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.35.08-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ausstellungsdetail" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-51-10/' title='Ausstellungsdetail'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.51.10-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ausstellungsdetail" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-51-27/' title='Ausstellungsdetail'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.51.27-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ausstellungsdetail" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-51-41/' title='Ausstellungsdetail'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.51.41-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ausstellungsdetail" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-52-01/' title='Anna Lehnkering'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.52.01-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ausstellungsdetail" /></a>
<a href='http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/2013-05-05-12-54-59/' title='2013-05-05 12.54.59'><img width="150" height="150" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/05/2013-05-05-12.54.59-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Viele Besucher trotz Sommerwetters" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Konferenz des Arbeitskreises NS-Euthanasie in Stralsund</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/26/konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-stralsund/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 21:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute begann die Frühjahrstagung in Stralsund mit einer öffentlichen Abendveranstaltung. Neben den Begrüßungen gab es auch bereits zwei Vorträge: H.J. Freyberger, Greifswald/Stralsund, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sprach zum Stand der Aufarbeitung der NS-Zeit an der Stralsunder Klinik und Henrik Eberle, Halle zur Kampfstoffforschung der Greifswalder Professoren im Nationalsozialismus. Ich habe bei beiden Vorträgen mitgeschrieben. Damit<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/26/konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-stralsund/" class="read-more">&#160; Continue Reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/26/konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-stralsund/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Heute begann die Frühjahrstagung in Stralsund mit einer öffentlichen Abendveranstaltung. Neben den Begrüßungen gab es auch bereits zwei Vorträge: H.J. Freyberger, Greifswald/Stralsund, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sprach zum Stand der Aufarbeitung der NS-Zeit an der Stralsunder Klinik und Henrik Eberle, Halle zur Kampfstoffforschung der Greifswalder Professoren im Nationalsozialismus. Ich habe bei beiden Vorträgen mitgeschrieben. Damit das nicht in der Schublade verstaubt, stelle ich es hier online. Bitte beachten: Das sind keine Ausarbeitungen, sondern Mitschriften und enthalten sicher Fehler und Missverständnisse.</p>
<p><span id="more-2775"></span></p>
<p>Vortrag 1:</p>
<p>Stand der Aufarbeitung an der Stralsunder Klinik<br />
Stralsund Teil Pommerns mit vielen verschwundenen Kliniken<br />
1. WK: in Stralsund stille Euthanasie, systematisch Lebensmittel entfernt<br />
substantiell mehr Menschen im Krieg gestorben, noch mehr als im preussischen Durchschnitt<br />
Zwangssterilisation: 33-39 632 Eingriffe, mehrheitlich Männer. 452 aus der psychiatrischen Klinik. 3 gestorben. Oft mit pol. Gewalt aus Klinik zum Eingriff geholt<br />
Euthanasie<br />
Franz Schwede Coburg mit Auftrag für Pilot Aktion, SS tragende Rolle. Anstalten später durch SS genutzt. Keine Selektion, frühe und fast vollständige Räumung der Anstalten.<br />
1934 Gauleiter, 39 Reichsverteidigungskommissar. Initiator der Räumung. Transporte nach Meseritz-Obrawalde, Lauenburg und Ückermünde, Dezember 39 Stralsund an SS über geben, benutzt auch als psychiatrisches Lazarett, vielleicht als Ort der Tötung nicht mehr wehrmachtsfähiger Soldaten. 200 Patienten, v.a. forensische, erschossen in Piasnitz, später in andere Anstalten.</p>
<div></div>
<p>Aufarbeitung</p>
<div></div>
<p>Zwischennutzung als Kaserne f. Russische Soldaten, 1952 wieder psychiatrische Anstalt.<br />
<span style="text-decoration: underline">In</span>  den 1980ern Artikelserie in Zeitung, Resonanz gering. SED-Kreisleitung wollte keine Gedenkplatte, 1996 Kunstwerk in Anstaltskirche aufgestellt.<br />
1999 systematische Aufarbeitung versucht, Symposion, ökumenischer Gottesdienst. Über Spendenaufruf kamen 45.000 Mark für Gedenkzeichen/Stele zusammen.<br />
In Ärzteschaft auch Skepsis.<br />
2012 zum hundertjährigen Bestehen der Klinik dann Festschrift mit Zusammenfassung des Wissens.<br />
Idee kam auf, vor Bahnhof Stolperschwelle zu errichten und zu Opfern zu recherchieren. Beschluss, auf Klinikgelände Namen ungekürzt zu präsentieren.<br />
Idee, Anstaltsfriedhof zu revitalisieren. Nur mehr wenige Grabsteine übrig geblieben, viele im Zuge der Wende geklaut.<br />
Personelle Kontinuität, v.a. Ebene der Pflegenden.<br />
sehr späte Implementierung von Entschädigungsformen.<br />
Verleugnung von Trauma-Folgeschäden.<br />
Offene Fragen<br />
Deutsche Wehrmachtssoldaten getötet?<br />
Wer waren die Täter?<br />
Psych. Aspekte der DDR-Diktatur. Dokumente und Zeitzeugnisse<br />
Was war mit dem Anstaltspfarrer?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vortrag 2:</p>
<p>Kampfstoff<br />
Physik<br />
Rüstungsbetrieb</p>
<div></div>
<p>Forschungscluster? Es waren Einzelforscher von der DFG gefördert, aber unzusammenhängend.<br />
Lost- Gerhard Janda<br />
Wurde an Uni Greifswald abgeschoben. Lost ist zäh, muss vernebelt werden auf dem Schlachtfeld. Forschungen erhalten höchste Dringlichkeitsstufe. Seine Habilschrift ist erhalten, benutzte eines der ersten Elektronenmikroskope.<br />
Schlüsselpersonen Wilhelm Richter<br />
Wird 1940 durch Sauerbruch ersetzt. Richter hat Ziel zu erforschen wie Kampfstoffe wirken. Kaninchen, Hasen, Hunde. &#8211; Quantitätsbestimmung durch Messung der Wirkung auf die Haut, auch Abwehr.<br />
Ergebnis: keine Heilungsmöglichkeit. Beschäftigt sich auch mit Auslöschung von Tatoos durch Lost.<br />
Freiwilligkeit?<br />
Ort der Forschung? Heereslaboratorium Spandau? Keine Akten mehr vorhanden.<br />
1942 Wechsel zu Otto Wels weil Richter an der Ostfront fällt. Versuche an Studenten, die bezahlt werden. Keine Ergebnisse<br />
Virusforschung<br />
Produktion von Biowaffen auf Insel Wiens. Noch kein Link zu Menschenversuchen nachweisbar.<br />
Fritz Sander an Uni Rostock wird 1946 beschuldigt, Versuche an russischen Kriegsgefangenen durchgeführt zu haben.<br />
Von Uniklinikum Greifswald gab es Verlegungen nach Ückermünde von Unheilbaren (amyotrophe Lateralsklerose), es wird auch viel nach Hause entlassen.<br />
Verbindung nach Rostock? Unklar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em id="__mceDel"> </em> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Andersartig gedenken in Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 19:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><img width="1504" height="977" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="1_Platz_Gegen_das_Vergessen" /></p>[caption id="attachment_2767" align="aligncenter" width="541"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg"><img class=" wp-image-2767  " alt="1_Platz_Gegen_das_Vergessen" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg" width="541" height="352" /></a> 1_Platz_Gegen_das_Vergessen[/caption]

Einmal waren die preisgekrönten Arbeiten des Schülerwettbewerbs <a href="http://gedenkort-t4.eu/de/zukunft/andersartig-gedenken" target="_blank">andersartig gedenken</a> schon zu sehen. Anlässlich der Konferenz <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/t4-konferenz/" target="_blank">"NS-Euthanasie in europäischer Perspektive" </a>waren sie im Kleisthaus in Berlin zu sehen. In Kürze wird auch die <a href="http://www.stsg.de/cms/pirna/startseite" target="_blank">Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein</a> eine Auswahl der besten Arbeiten präsentieren.  Die Ausstellung kann auch gerne an anderen Orten gezeigt werden. Eine Email an robert.parzer@gedenkort-t4.eu reicht.

&nbsp;

Im Folgenden die Pressemitteilung der Gedenkstätte:

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<span id="more-2766"></span>

<!--more-->

Am Montag, den 6. Mai 2013 um 15 Uhr eröffnet in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein die Sonderausstellung „andersartig gedenken“. In einem bundesweiten Ideenwettbewerb entwarfen Jugendliche künstlerische Konzepte, wie aus ihrer Sicht ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie“ aussehen könnte. Eine Auswahl der interessantesten Entwürfe zeigt die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein in einer Sonderausstellung vom 6. Mai bis zum 15. August 2013.

&nbsp;

Zur Ausstellungseröffnung erläutert Prof. Stefanie Endlich aus Berlin das Konzept des Wettbewerbs. Sie ist Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum und begleitete als profilierte Kennerin der deutschen Gedenkkultur „andersartig gedenken“ als Jurymitglied.

Sie geht auch auf den aktuellen Hintergrund des Wettbewerbs ein: In den kommenden Jahren wird in Berlin, auf dem Gelände der früheren Tiergartenstraße 4, ein zentraler Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde entstehen.

&nbsp;

„Viele Schüler haben mit einem ganz offenen, jugendlichen Blick ungewöhnliche und neue Formen des Gedenkens gefunden“, beschreibt Daniel Ziemer, Leiter der Bildungsarbeit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten.

„Viele Ideen gehen über das klassische Denkmal hinaus und schlagen performative Aktionen in der Öffentlichkeit vor. So erhielt den 1. Preis des Wettbewerbs eine hessische Schulklasse für ihre Idee, Passanten für eine multimediale Fotocollage ‚Gegen das Vergessen‘ zu gewinnen.“ Ausgezeichnet wurden die insgesamt fünf Preisträger im Januar dieses Jahres von Wolfgang Thierse, dem Vizepräsident des Deutschen Bundestags.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und zum Besuch der Ausstellung „andersartig gedenken“ ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und am Sonnabend von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

&nbsp;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1504" height="977" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="1_Platz_Gegen_das_Vergessen" /></p>[caption id="attachment_2767" align="aligncenter" width="541"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg"><img class=" wp-image-2767  " alt="1_Platz_Gegen_das_Vergessen" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/1_Platz_Gegen_das_Vergessen.jpg" width="541" height="352" /></a> 1_Platz_Gegen_das_Vergessen[/caption]

Einmal waren die preisgekrönten Arbeiten des Schülerwettbewerbs <a href="http://gedenkort-t4.eu/de/zukunft/andersartig-gedenken" target="_blank">andersartig gedenken</a> schon zu sehen. Anlässlich der Konferenz <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/t4-konferenz/" target="_blank">"NS-Euthanasie in europäischer Perspektive" </a>waren sie im Kleisthaus in Berlin zu sehen. In Kürze wird auch die <a href="http://www.stsg.de/cms/pirna/startseite" target="_blank">Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein</a> eine Auswahl der besten Arbeiten präsentieren.  Die Ausstellung kann auch gerne an anderen Orten gezeigt werden. Eine Email an robert.parzer@gedenkort-t4.eu reicht.

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Im Folgenden die Pressemitteilung der Gedenkstätte:

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Am Montag, den 6. Mai 2013 um 15 Uhr eröffnet in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein die Sonderausstellung „andersartig gedenken“. In einem bundesweiten Ideenwettbewerb entwarfen Jugendliche künstlerische Konzepte, wie aus ihrer Sicht ein Denkmal für die Opfer der NS-„Euthanasie“ aussehen könnte. Eine Auswahl der interessantesten Entwürfe zeigt die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein in einer Sonderausstellung vom 6. Mai bis zum 15. August 2013.

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Zur Ausstellungseröffnung erläutert Prof. Stefanie Endlich aus Berlin das Konzept des Wettbewerbs. Sie ist Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum und begleitete als profilierte Kennerin der deutschen Gedenkkultur „andersartig gedenken“ als Jurymitglied.

Sie geht auch auf den aktuellen Hintergrund des Wettbewerbs ein: In den kommenden Jahren wird in Berlin, auf dem Gelände der früheren Tiergartenstraße 4, ein zentraler Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde entstehen.

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„Viele Schüler haben mit einem ganz offenen, jugendlichen Blick ungewöhnliche und neue Formen des Gedenkens gefunden“, beschreibt Daniel Ziemer, Leiter der Bildungsarbeit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten.

„Viele Ideen gehen über das klassische Denkmal hinaus und schlagen performative Aktionen in der Öffentlichkeit vor. So erhielt den 1. Preis des Wettbewerbs eine hessische Schulklasse für ihre Idee, Passanten für eine multimediale Fotocollage ‚Gegen das Vergessen‘ zu gewinnen.“ Ausgezeichnet wurden die insgesamt fünf Preisträger im Januar dieses Jahres von Wolfgang Thierse, dem Vizepräsident des Deutschen Bundestags.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und zum Besuch der Ausstellung „andersartig gedenken“ ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und am Sonnabend von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

&nbsp;]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rückblick auf die Konferenz des Arbeitskreises NS-Euthanasie in Leipzig</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/22/ruckblick-auf-die-konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-leipzig/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 15:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur mehr fünf Tage, dann beginnt die Konferenz des Arbeitskreises in Stralsund (Das Programm liegt hier). Eine gute Zeit, um Rückschau zu halten. Udo Dittmann vom Braunschweiger Fritz-Bauer-Freundeskreis hat einen Bericht über die Tagung in Leipzig im November 2013, geschrieben, den ich mich freue, hier präsentieren zu dürfen. &#160; Der Beginn der Tagung am Freitagabend<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/22/ruckblick-auf-die-konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-leipzig/" class="read-more">&#160; Continue Reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<a class="wpptopdf" target="_blank" rel="noindex,nofollow" href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/22/ruckblick-auf-die-konferenz-des-arbeitskreises-ns-euthanasie-in-leipzig/?format=pdf" title="Download PDF"><img alt="Download PDF" src="http://blog.theblackstar.de/gedenkort-t4/wp-content/plugins/wp-post-to-pdf/asset/images/pdf.png"></a><p>Nur mehr fünf Tage, dann beginnt die Konferenz des Arbeitskreises in Stralsund (<a href="http://gedenkort-t4.eu/de/gegenwart/arbeitskreis" target="_blank">Das Programm liegt hier</a>). Eine gute Zeit, um Rückschau zu halten. Udo Dittmann vom Braunschweiger Fritz-Bauer-Freundeskreis hat einen Bericht über die Tagung in Leipzig im November 2013, geschrieben, den ich mich freue, hier präsentieren zu dürfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beginn der Tagung am Freitagabend fand in Leipzig am Naschmarkt in der Alten Handelsbörse, einem bedeutenden historischen Gebäude, statt. Nach einer Begrüßung durch <b><i>Thomas Seyde (Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig)</i></b> und einem offiziellen Vertreter Stadt erfolgte ein erster <b><i>Vortrag über &#8220;Kindereuthanasieverbrechen&#8221; von Ulrich Rottleb.</i></b></p>
<p><span id="more-2748"></span></p>
<p>Die weitere Tagung am Samstag und Sonntag war im Grassi-Museum  (einem renommierten Museum u.a. für Völkerkunde) am Johannisplatz. Zunächst gab es eine ausführliche Vorstellungsrunde der ca. 80 Teilnehmer der Tagung, die aus zahlreichen Gedenkstätten der Euthanasie-Aktionen in Deutschland und Österreich kamen sowie weitere Mediziner, Psychologen, Historiker und andere  Interessierte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In einem ersten Beitrag berichtete <b><i>Margarete Hamm vom &#8220;Bund der Euthanasie-Opfer und Zwangssterilisierten&#8221;</i></b> über die Frage der Entschädigungszahlungen an Zwangssterilisierte. &#8211; In einem weiteren Vortrag würdigte <b><i>Susanne Hahn</i></b> die Verdienste von <b><i>Prof.Achim Thom</i></b> in der ehemaligen DDR hinsichtlich seiner <b><i>Forschungen über &#8220;Medizin im Nationalsozialismus&#8221;</i></b> und seiner Aufarbeitung von Medizin-Verbrechen in der NS-Zeit. Prof.Thom suchte dabei auch eine enge Zusammenarbeit mit westdeutschen Fachleuten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Boris Böhm (von der Gedenkstätte Pirna/ Sonnenstein)</i></b> stellte anschließend das Projekt <b><i>&#8220;Gedenkbuch der Opfer der NS-Euthanasie&#8221;</i></b> vor. <b><i>Dietmar Schulze (Universität Heidelberg)</i></b> berichtete über <b><i>&#8220;Todesanzeigen von T4-Opfern in sächsischen Tageszeitungen&#8221;.</i></b> Im letzten Beitrag am Vormittag berichtete <b><i>Astrid Ley (T4-Gedenkstätte Brandenburg)</i></b> über die neu eingerichtete Gedenkstätte in Brandenburg/ Havel. Die Eröffnung hatte sich verzögert, da es zunächst wenig Unterstützung von politischer Seite gegeben hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Infos zur T4- Anstalt Brandenburg</i></b>: Es war eine der ersten Euthanasie-Mordanstalten. Im Mittelpunkt der ca. 120 qm umfassenden Dauerausstellung stehen die Bedeutung der Stätte als Ort einer ersten &#8220;Probevergasung&#8221; sowie als Ort des systematischen Massenmordes an jüdischen Anstaltspatienten. Die Ausstellung thematisiert die direkte Verbindungslinie, die von der Tötungsanstalt Brandenburg zum Massenmord an den europäischen Juden führte. &#8211; Im Januar 1940 führten hochrangige NS-Vertreter eine erste &#8220;Probetötung&#8221; durch, bei der die Entscheidung für das Tötungsverfahren mit Gas getroffen wurde. Da die Tötungsanstalt mitten in der Stadt lag, wurde sie im Oktober 1940 geschlossen. Bis dahin wurden mehr als 9000 Menschen aus psychiatrischen Anstalten des nord- und mitteldeutschen Raumes dort getötet. &#8211; Viele Mitarbeiter dieser Euthanasie-Anstalt übernahmen später Schlüsselpositionen bei der Ermordung der ins &#8220;Generalgouvernement&#8221; deportierten Juden. Sie transferierten die in Brandenburg entwickelte Tötungstechnik in die NS-Vernichtungslager.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Am Samstagnachmittag:</i></b></p>
<p><b><i>Exkursion mit Bussen zu den Orten der ehemaligen &#8220;Kinderfachabteilungen&#8221;</i></b></p>
<p>Vom Grassimuseum fuhr man zunächst in die frühere <b><i>Universitätskinderklinik Oststraße</i></b>. Dort war <b><i>Prof.Catel</i></b> tätig, der 1939 die erste &#8220;Kindereuthanasie&#8221; durchführte (der Fall des Kindes &#8220;K&#8221;). Wahrscheinlich erfolgte die Tötung des Kindes in einer Baracke auf dem Gelände, die jetzt aber nicht mehr erhalten ist.</p>
<p>Dieser als <b><i>&#8220;Fall Leipzig&#8221; oder als &#8220;Kind K&#8221;</i></b> in der Geschichtsforschung bekannt gewordene Vorgang gilt heute als Initialzündung für die reichsweite Ermordung behinderter Kinder und Jugendlicher.</p>
<p>Von der Kinderfachabteilung Ostraße ging es (bei Mieselwetter) zum <b><i>Gedenkort Friedenspark</i></b>. Dies war früher der Neue Johannisfriedhof. Die meisten der Euthanasieopfer (mit etwa 100 Grabstätten) wurden auf dem Neuen Johannisfriedhof beerdigt. Am 6.Mai 2011 hatte Oberbürgermeister Jung die <b><i>Gedenkstätte für die Opfer der NS-Kindereuthanasieverbrechen</i></b> &#8211; als zentralen Gedenkort von Euthanasieverbrechen &#8211; im Leipziger Friedenspark eingeweiht. <a href="http://www.leipzig.de/de/buerger/newsarchiv/2011/Ein-Gedenkort-im-Friedenspark-erinnert-an-die-Opfer-von-Kindereuthanasieverbrechen-20203.shtml" target="_blank">Infos dazu hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anschließend wurde das Gelände der ehemaligen <b><i>Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen</i></b> besichtigt, das ca. 4-5 km von Zentrum entfernt liegt. Nach den schweren Bombenangriffen auf Leipzig wurden viele der Patienten aus der Stadt nach Dösen verlegt. Es ist ein weitläufiges Gelände, das heute sehr herunter gekommen ist. Die meisten Häuser stehen  leer und werden nicht mehr benutzt. Im Krieg war dort eine zweite &#8220;Kinderfachabteilung&#8221; zur Tötung behinderter Kinder eingerichtet worden. Allein für Leipzig-Dösen wurden für den Zeitraum Okt.1940- Dez.1943 die Zahl von 551 Tötungen nachgewiesen Das Gebäude wurde dann zu DDR-Zeiten auch mit Patienten belegt, ohne dass eine Erinnerung an die frühere Verwendung stattfand.</p>
<p>Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch im &#8220;Sächsischen Psychiatriemuseum&#8221;, in dem Lebensgeschichten bekannter Psychiatriepatienten wie J.Chr.Woyzeck, D.P.Schreber, Lene Voigt und Biographien wichtiger Psychiater wie Hermann Paul Nitsche und Entwicklungen psychiatrischer Institutionen dargestellt werden (www.psychiatriemuseum.de)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><i>Themen am Sonntag</i></b></p>
<p>- <i>Stefan Raueiser: Über den Internetauftritt des Arbeitskreises</i></p>
<p>Die Webseite des AK soll endlich aktualisiert werden. Dies ist seit etwa 10 Jahren nicht mehr erfolgt. Auch das Layout soll verändert werden. Stefan Raueiser stellte einen ersten Vorschlag vor (www.ak-nseuthanasie.de)</p>
<p>- <i>Barbara Degen: Kindertötungen in Bethel</i></p>
<p>Die Referentin stellte ihre Forschungen zu Kindertötungen in Bethel vor. Bislang galt Bethel als ein Ort, der von Kindertötungen weitgehend verschont geblieben sei. Die neuen Forschungen korrigieren das Bild.</p>
<p>- <i>Thomas Beddries: Über Visionen einer &#8220;angewandten Psychiatrie&#8221; in der Weimarer Republik</i></p>
<p>- <i>Georg Lilienthal (Gedenkstätte Hadamar): Über vergessene Zeitzeugen der Krankenmorde in Hadamar in der zweiten Mordphase</i></p>
<p>- <i>Maria Fiebrandt (TU Dresden): Über Siedlerselektion &#8211; die rassenhygienisch motivierte Selektion der &#8220;Volksdeutschen&#8221; durch Ärzte der Einwanderungszentrale (EWZ) 1939-45.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Patienten und Ärzte im Warschauer Ghetto-Aufstand</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/19/patienten-und-arzte-im-warschauer-ghetto-aufstand/</link>
		<comments>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/19/patienten-und-arzte-im-warschauer-ghetto-aufstand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 21:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Aktion T4]]></category>
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		<category><![CDATA[Lodz]]></category>
		<category><![CDATA[Warschau]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img width="698" height="960" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/bla.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="bla" /></p>"Im Warschauer Ghetto führten Ärzte Studien zum Hunger durch, weil der Mechanismus des Hungertodes damals unklar  und die sich bietende Chance zu ergreifen war. Die Chance war außergewöhnlich. Noch nie, so schrieben sie, verfügte die Medizin über so viel  Untersuchungsmaterial". So erzählte es Hanna Krall in ihrer Interview-Erzählung mit und über Marek Edelmann, einem der "Anführer" des Warschauer Ghettoaufstandes.

&nbsp;

Die Ärzte und Ärztinnen im Ghetto wussten nicht, konnten nicht wissen, dass am 17. November 1942 in München eine Konferenz stattgefunden hatte, auf der bayrische Anstaltsdirektoren beschlossen, nicht arbeitsfähigen Patienten eine sogenannte Sonderkost zu verabreichen. Zwei Wochen später wurde diese Hungerkost eingeführt,  Patienten bekamen oft nicht mehr  als einen halben Schöpflöffel wässriger Suppe. Die Zustände wurden so schlimm, dass nicht nur viele Patienten starben; manche Ärzte weigerten sich, auf solchen Hungerstationen Visiten durchzuführen. (vgl. Cranach/Siemen: Psychiatrie im Nationalsozialismus. München 1997)

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Selten wird man an den Zusammenhang zwischen dem Mord an den europäischen Juden und dem NS-Krankenmord erinnert, der heutige 70. Jahrestag des Ausbruchs des Aufstandes im Warschauer Ghetto ist so ein Ereignis.Was innerhalb der Vorkriegsgrenzen Deutschlands  für eine verhältnismäßig kleine Gruppe von arbeitsunfähigen Patienten galt, war in den besetzten Gebieten im Osten für Millionen von Menschen an der Tagesordnung.  Der Ghettoaufstand ist auch eine Gelegenheit, an den fast grenzenlosen Willen der jüdischen Ärzte, ihre Patienten zu heilen und zu beschützen, zu erinnern. Im Ghetto in Warschau, aber auch in vielen anderen, existierten Krankenhäuser. <a href="https://www.facebook.com/maryludek/about" target="_blank">Maria Ciesielska </a>stellte dankenswerterweise eine Übersicht zusammen, die ich hier publizieren darf:

[caption id="attachment_2731" align="aligncenter" width="419"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/getto.jpg"><img class=" wp-image-2731" title="Krankenäuser im Warschauer Ghetto" alt="Krankenäuser im Warschauer Ghetto" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/bla.jpg" width="419" height="576" /></a> Krankenäuser im Warschauer Ghetto[/caption]

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Man kann, glaube ich, daraus sehr gut erkennen, dass die Krankenhäuser mehrheitlich zum Beginn der großen Deportationen aus dem Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka geschlossen wurden. Die Patienten wurden mit deportiert, in einigen Fällen schafften es einzelne Ärzte noch, Überdosen an Beruhigungsmitteln zu verabreichen und so ihren Schützlingen die Gaskammern zu erparen. Ein Teil der Ärzte wurde nach dem Ende des letzten Krankenhauses beim Zusammenbruch des Aufstandes auch in das KZ Majdanek gebracht, wo sie im November 1943 im Zuge der <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/reinhardt/" target="_blank">"Aktion Erntefest"</a> erschossen wurden.

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Im zweitgrößten Ghetto im besetzten Polen, in Łódź, schafften es die eingeschlossenen jüdischen Ärzte sogar, eine psychiatrische Abteilung im Krankenhaus Nr. III einzurichten. Aus dieser wurden bereits im März 1940, und damit im zeitlichen Zusammenhang mit der Aktion T4, Patienten weggebracht und ermordet. Am 18. Juli 1942 wurde das Krankenhaus III und damit auch die psychiatrische Abteilung endgültig "liquidiert". Heute weiß man fast gar nichts über diese Einrichtung. 1989 wurde immerhin eine (unvollständige) Liste von "unheilbar Kranken" in der psychiatrischen Abteilung per 8.11.1941 veröffentlicht, die hier wiedergegeben sei:

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[caption id="attachment_2713" align="alignleft" width="536"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Patienten-Ghetto-Lodz.png"><img class=" wp-image-2713 " alt="Patienten psychiatrische Abteilung Lodz" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Patienten-Ghetto-Lodz.png" width="536" height="373" /></a> Patienten psychiatrische Abteilung Lodz[/caption]

Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand weitere Hinweise zu vertieften Recherchemöglichkeiten, insbesondere zu den Namen auf der Liste, hätte.

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Literatur:

Hanna Krall: Dem Herrgott zuvorkommen. Berlin 1979.

Barbara Engelking: "Getto Warszawskie -przewodnik po nieistniejącym mieście". Warszawa 2001

Zdzislaw Jaroszewski: Pacjenci i Pracownicy szpitali psychiatrycznych w Polsce. Warszawa 1989.

Michael von Cranach und Hans-Ludwig Siemen: Psychiatrie im Nationalsozialismus: die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945. München 1999.

Vielen Dank an Maria Ciesielska.

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&nbsp;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="698" height="960" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/bla.jpg" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="bla" /></p>"Im Warschauer Ghetto führten Ärzte Studien zum Hunger durch, weil der Mechanismus des Hungertodes damals unklar  und die sich bietende Chance zu ergreifen war. Die Chance war außergewöhnlich. Noch nie, so schrieben sie, verfügte die Medizin über so viel  Untersuchungsmaterial". So erzählte es Hanna Krall in ihrer Interview-Erzählung mit und über Marek Edelmann, einem der "Anführer" des Warschauer Ghettoaufstandes.

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Die Ärzte und Ärztinnen im Ghetto wussten nicht, konnten nicht wissen, dass am 17. November 1942 in München eine Konferenz stattgefunden hatte, auf der bayrische Anstaltsdirektoren beschlossen, nicht arbeitsfähigen Patienten eine sogenannte Sonderkost zu verabreichen. Zwei Wochen später wurde diese Hungerkost eingeführt,  Patienten bekamen oft nicht mehr  als einen halben Schöpflöffel wässriger Suppe. Die Zustände wurden so schlimm, dass nicht nur viele Patienten starben; manche Ärzte weigerten sich, auf solchen Hungerstationen Visiten durchzuführen. (vgl. Cranach/Siemen: Psychiatrie im Nationalsozialismus. München 1997)

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Selten wird man an den Zusammenhang zwischen dem Mord an den europäischen Juden und dem NS-Krankenmord erinnert, der heutige 70. Jahrestag des Ausbruchs des Aufstandes im Warschauer Ghetto ist so ein Ereignis.Was innerhalb der Vorkriegsgrenzen Deutschlands  für eine verhältnismäßig kleine Gruppe von arbeitsunfähigen Patienten galt, war in den besetzten Gebieten im Osten für Millionen von Menschen an der Tagesordnung.  Der Ghettoaufstand ist auch eine Gelegenheit, an den fast grenzenlosen Willen der jüdischen Ärzte, ihre Patienten zu heilen und zu beschützen, zu erinnern. Im Ghetto in Warschau, aber auch in vielen anderen, existierten Krankenhäuser. <a href="https://www.facebook.com/maryludek/about" target="_blank">Maria Ciesielska </a>stellte dankenswerterweise eine Übersicht zusammen, die ich hier publizieren darf:

[caption id="attachment_2731" align="aligncenter" width="419"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/getto.jpg"><img class=" wp-image-2731" title="Krankenäuser im Warschauer Ghetto" alt="Krankenäuser im Warschauer Ghetto" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/bla.jpg" width="419" height="576" /></a> Krankenäuser im Warschauer Ghetto[/caption]

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Man kann, glaube ich, daraus sehr gut erkennen, dass die Krankenhäuser mehrheitlich zum Beginn der großen Deportationen aus dem Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka geschlossen wurden. Die Patienten wurden mit deportiert, in einigen Fällen schafften es einzelne Ärzte noch, Überdosen an Beruhigungsmitteln zu verabreichen und so ihren Schützlingen die Gaskammern zu erparen. Ein Teil der Ärzte wurde nach dem Ende des letzten Krankenhauses beim Zusammenbruch des Aufstandes auch in das KZ Majdanek gebracht, wo sie im November 1943 im Zuge der <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/reinhardt/" target="_blank">"Aktion Erntefest"</a> erschossen wurden.

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Im zweitgrößten Ghetto im besetzten Polen, in Łódź, schafften es die eingeschlossenen jüdischen Ärzte sogar, eine psychiatrische Abteilung im Krankenhaus Nr. III einzurichten. Aus dieser wurden bereits im März 1940, und damit im zeitlichen Zusammenhang mit der Aktion T4, Patienten weggebracht und ermordet. Am 18. Juli 1942 wurde das Krankenhaus III und damit auch die psychiatrische Abteilung endgültig "liquidiert". Heute weiß man fast gar nichts über diese Einrichtung. 1989 wurde immerhin eine (unvollständige) Liste von "unheilbar Kranken" in der psychiatrischen Abteilung per 8.11.1941 veröffentlicht, die hier wiedergegeben sei:

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[caption id="attachment_2713" align="alignleft" width="536"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Patienten-Ghetto-Lodz.png"><img class=" wp-image-2713 " alt="Patienten psychiatrische Abteilung Lodz" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Patienten-Ghetto-Lodz.png" width="536" height="373" /></a> Patienten psychiatrische Abteilung Lodz[/caption]

Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand weitere Hinweise zu vertieften Recherchemöglichkeiten, insbesondere zu den Namen auf der Liste, hätte.

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Literatur:

Hanna Krall: Dem Herrgott zuvorkommen. Berlin 1979.

Barbara Engelking: "Getto Warszawskie -przewodnik po nieistniejącym mieście". Warszawa 2001

Zdzislaw Jaroszewski: Pacjenci i Pracownicy szpitali psychiatrycznych w Polsce. Warszawa 1989.

Michael von Cranach und Hans-Ludwig Siemen: Psychiatrie im Nationalsozialismus: die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten zwischen 1933 und 1945. München 1999.

Vielen Dank an Maria Ciesielska.

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		<title>Ausstellungseröffnung &#8220;Tiergartenstraße 4 &#8211; Geschichte eines schwierigen Ortes&#8221;</title>
		<link>http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/04/18/ausstellungseroffnung-tiergartenstrase-4-geschichte-eines-schwierigen-ortes/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 10:26:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert Parzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion T4]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Tiergartenstraße 4]]></category>
		<category><![CDATA[Zerstörte Vielfalt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img width="371" height="410" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="Flyerausschnitt zur Ausstellung" /></p>[caption id="attachment_2701" align="alignleft" width="223"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png"><img class=" wp-image-2701" title="Flyerausschnitt zur Ausstellung" alt="Flyerausschnitt zur Ausstellung" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png" width="223" height="246" /></a> Flyerausschnitt zur Ausstellung[/caption]

[UPDATE: <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/" target="_blank">Fotos von der Eröffnung hier</a>]

Im Rahmen des Themenjahres 2013 "Zerstörte Vielfalt" wird am 5.5. 2013 im Außenbereich der Berliner Philharmonie eine Ausstellung eröffnet werden, die die Biografie der in Grafeneck ermordeten  Anna Lehnkering (<a href="http://gedenkort-t4.eu/de/vergangenheit/lehnkering-anna" target="_blank">zum Nachlesen hier</a>) mit der Geschichte des Ortes verknüpft. Die Philharmonie steht zum Teil auf dem Gelände der 1950 abgerissenen Villa an der Tiergartenstraße 4, in der der NS-Krankenmord planwirtschaftlich organisiert wurde.

Zur Begrüßung wird der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke sprechen, das Theater Ramba Zamba wird die Ausstellung "mit Pauken und Trompeten"  eröffnen. Schließlich werden die Mitglieder des Teams, das die Ausstellung vorbereitete, eine Einführung geben. Zu sehen wird sie bis zum 17.11.2013 an der Ecke Tiergarten-/Herbert-von-Karajan-Straße sein.

Es gibt eine <a href="http://t4-ausstellung.de/" target="_blank">kleine Website</a> dazu, den Flyer gibt es auch <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/einladung-tiergartenstrasse-4.pdf" target="_blank">hier zum Download</a>.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="371" height="410" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="Flyerausschnitt zur Ausstellung" /></p>[caption id="attachment_2701" align="alignleft" width="223"]<a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png"><img class=" wp-image-2701" title="Flyerausschnitt zur Ausstellung" alt="Flyerausschnitt zur Ausstellung" src="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/Flyerausschnitt-Ausstellung-T41.png" width="223" height="246" /></a> Flyerausschnitt zur Ausstellung[/caption]

[UPDATE: <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/05/05/fotos-der-ausstellungseroffnung-heute/" target="_blank">Fotos von der Eröffnung hier</a>]

Im Rahmen des Themenjahres 2013 "Zerstörte Vielfalt" wird am 5.5. 2013 im Außenbereich der Berliner Philharmonie eine Ausstellung eröffnet werden, die die Biografie der in Grafeneck ermordeten  Anna Lehnkering (<a href="http://gedenkort-t4.eu/de/vergangenheit/lehnkering-anna" target="_blank">zum Nachlesen hier</a>) mit der Geschichte des Ortes verknüpft. Die Philharmonie steht zum Teil auf dem Gelände der 1950 abgerissenen Villa an der Tiergartenstraße 4, in der der NS-Krankenmord planwirtschaftlich organisiert wurde.

Zur Begrüßung wird der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke sprechen, das Theater Ramba Zamba wird die Ausstellung "mit Pauken und Trompeten"  eröffnen. Schließlich werden die Mitglieder des Teams, das die Ausstellung vorbereitete, eine Einführung geben. Zu sehen wird sie bis zum 17.11.2013 an der Ecke Tiergarten-/Herbert-von-Karajan-Straße sein.

Es gibt eine <a href="http://t4-ausstellung.de/" target="_blank">kleine Website</a> dazu, den Flyer gibt es auch <a href="http://blog.gedenkort-t4.eu/files/2013/04/einladung-tiergartenstrasse-4.pdf" target="_blank">hier zum Download</a>.]]></content:encoded>
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