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Workshop zur NS-”Euthanasie” in Hamburg

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Wann: 7.- 8. Februar 2014.
Wo: Evangelische Stiftung Alsterdorf und KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

 

Im Folgenden die Ankündigung und das Programm. Hier das ganze als PDF.

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Tagungsbericht: Zur Frage der Namensnennung der Münchner Opfer der NS­„Euthanasie“ in einem Gedenkbuch

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Am 15.11.2013 fand in München eine hochkarätig besetzte Tagung zur Frage statt, ob, und wenn ja, in welcher Form die Namen von Opfern des NS-”Euthanasie”-Programmes genannt werden dürfen. Die Frage ist insbesondere in München virulent, da dort eine Arbeitsgruppe um Prof. Anette Eberle ein Gedenkbuch aller 3.000 Münchner anlegen will, die dem nationalsozialistischen Krankenmord zum Opfer  fielen.

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Das Kissendenkmal: Die Künstlerin im Interview

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Die Künstlerin Patricia Pisani im Interview zu ihrem markanten Denkmal für die Opfer der Zwangssterilisiation und “Euthanasie”-Morde in Berlin Buch. Leider sind die Hintergrundgeräusche zu Beginn  etwas laut, aber ab Minute Drei wird das besser.

Mehr zum Denkzeichen hier: http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/11/10/pm-uebergabe-eines-denkzeichens-in-berlin-buch-fuer-die-opfer-der-nationalsozialistischen-zwangssterilisation-und-euthanasie-morde/

 

PM: Übergabe eines Denkzeichens in Berlin-Buch für die Opfer der Nationalsozialistischen Zwangssterilisation und »Euthanasie«–Morde

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Wann: 14.11.2013, 12.00

Wo: Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin-Buch

 

Das Denkmal: Ein Kissen aus Kunstharz

Das Denkmal: Ein Kissen aus Kunstharz

 

Es sprechen:
Dr. Torsten Kühne – Bezirksamt Pankow · Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice
André Schmitz – Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin
Dr. Mate Ivančić – Klinikgeschäftsführer · HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Margret Hamm – AG Bund der »Euthanasie«-Geschädigten und Zwangssterilisierten

 

Das Gelände der ehemaligen III. Heil- und Pflegeanstalt in Berlin-Buch war in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft einer der Ausgangspunkte für den Massenmord an Patienten und Heimbewohnern.

 

Im Jahr 2009 haben der Bezirk Pankow und der Liegenschaftsfonds die Initiative übernommen, um gemeinsam mit der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem HELIOS Klinikum Berlin-Buch sowie weiteren Eigentümern und Nutzern des heutigen Campus C. W. Hufeland und des Campus Berlin-Buch einen Kunstwettbewerb zur Errichtung eines »Denkzeichens in Berlin-Buch für die Opfer der nationalsozialistischen Zwangssterilisationen und ›Euthanasie‹–Morde« vorzubereiten.

Mit dem Denkzeichen soll ein Ort der Stille und des Gedenkens an die Opfer entstehen, an dem die Hinterbliebenen die Möglichkeit erhalten, ihrer getöteten Angehörigen am authentischen historischen Ort zu gedenken und der darüber hinaus über dieses Kapitel deutscher Geschichte informiert.

 

Im Ergebnis dieses Kunstwettbewerbes wurde der Entwurf der Berliner Künstlerin Patricia Pisani zur Ausführung empfohlen.

 

Das Denkzeichen der Berliner Künstlerin Patricia Pisani besteht aus einem Objekt aus Kunstharz, das in Form eines überdimensionierten weißen Kopfkissens auf der Rasenfläche platziert ist. Dieses übergroße Kissen ist Symbol für das Ausmaß der Verbrechen an den Patienten. Mit dem Abdruck des Kopfes werden die Abwesenheit der Schutzbefohlenen und damit der Verlust, der im Ergebnis der Verbrechen entstanden ist, thematisiert Das Denkzeichen ist barrierefrei ausgeführt.

 

Patricia Pisani wurde 1958 in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Sie studierte dort Bildhauerei und absolvierte anschließend ein Studium der Freien Kunst an der Staatlichen Kunstakademie Stuttgart. Seit 1993 lebt und arbeitet sie als Freie Künstlerin in Berlin. Patricia Pisani arbeitet kontextbezogen und war mit ihren Installationen an einer Vielzahl von Ausstellungsprojekten und Kunstwettbewerben in Deutschland beteiligt.

 

Sigrid Falkenstein: Ein Plädoyer für die Freigabe der Namen von Opfern der NS-„Euthanasie“

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Vorbemerkung

Immer noch ist es umstritten, ob die Namen der Opfer des nationalsozialistischen Krankenmordes öffentlich genannt werden dürfen. Begründet wird dies vor allem mit schutzwürdigen Belangen Dritter. So könnten sich heute lebende Verwandte von ermordeten psychisch Kranken oder geistig Behinderten dadurch diskriminiert fühlen, dass sie in einen Zusammenhang mit sogenannten Erbkrankheiten gebracht werden.  Weiterlesen…

Veranstaltung: Im Gedenken an die Euthanasieopfer 1940-1941

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Krankenhaus Wuhlgarten

Krankenhaus Wuhlgarten

Wo: Krankenhauskirche im Wuhlgarten

Brebacher Weg 15, 12683 Berlin-Biesdorf

Wann: Freitag, 1.11.2013, 19.00

 

Wuhlgarten war eine der großen Berliner Psychiatrien. Seit 1998 erinnert ein Gedenkstein an die Opfer der NS-”Euthanasie”, die von dort in die Tötungsanstalten deportiert worden waren. Momentan läuft ein Forschungsprojekt „Die Geschichte der Heil – und Pflegeanstalt Wuhlgarten  1933 – 1945″, das bei der Veranstaltung vorgestellt werden soll.

Zur Einladungskarte

 

Hier der Pressetext:

 

„Im Gedenken an die Euthanasieopfer 1940 – 1941“

Diese Überschrift steht auf dem Gedenkstein für die Opfer der „Euthanasie“ am Haus 41 im Gelände der einstigen Anstalt Wuhlgarten.

 

Als der Gedenkstein 1998 eingeweiht wurde, wussten wir noch nicht viel über die Verbrechen in dieser Anstalt  während der Zeit von 1933 – 1945. Heute, nach intensiven Recherchen in den Archiven, nach Auswertung von Totenbüchern und durch die Zusammenarbeit mit anderen Gedenkorten wissen wir viel mehr über die Geschehnisse in der damaligen Zeit, z.B. auch, dass diese Anstalt bis 1945, entgegen der offiziellen Bezeichnung, weiterhin psychiatrische Patienten aufgenom-men und behandelt hat. Wir wissen auch, dass weit mehr als die damals bekannte Zahl von 689 psychiatrischen Patienten, die in die Tötungsanstalten verlegt wurden, der sogenannten T 4-Aktion zum Opfer fielen. Wir müssen heute davon ausgehen, dass auch  in der Anstalt selbst Patienten durch Nahrungsentzug und Medikamente umgebracht wurden.    

 

Die Veranstaltung will an das Geschehen erinnern, will über die Verbrechen auch in dieser Anstalt informieren und will das geförderte Projekt „Die Geschichte der Heil – und Pflegeanstalt Wuhlgarten  1933 – 1945“  vorstellen.

 

Dazu referieren  Prof. Dr. Volkmar Schneider zum Thema „ Medizin im Dritten Reich am Beispiel der Charité – aus der Sicht eines Gerichtsmediziners“  und die Historikerin Constanze Lindemann und Detlev Strauß über die neuesten Erkenntnisse zur „Euthanasie“ in der Anstalt Wuhlgarten.

 

Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Eine Arbeitsgruppe des Wuhlgarten e.V. erarbeitet zusammen mit der Vivantes-  Netzwerk für Gesundheit  GmbH eine Publikation zum Thema. Darüber hinaus soll es einen „Erinnerungsweg“ mit Gedenktafeln auf dem Gelände der einstigen Anstalt geben. Die Namen und Daten der Opfer werden für weitere Forschungszwecke digitalisiert.

 

Wir wollen den vielen Opfern einen Namen geben, die Erinnerung an „die Vernichtung unwerten Lebens“  wachhalten und mit weiteren Veranstaltungen die Öffentlichkeit über die Vorkommnisse in der Anstalt Wuhlgarten informieren. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Gedenkstätten zusammen.

 

Detlev Strauß

Wuhlgarten e.V.

 

 

 

Links I 13

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Gedenken am Rabenhof zum Jahrestag der Deportation (Ellwangen/BaWü)

 

Stolperstein für in Hadamar ermordete Christine Sauerbrey in Gröpelingen

 

Call for Papers: ”Euthanasie”. Die Morde an Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus – Hamburg 02/14

 

Gedenkfeier in Werneck

 

Ausstellung zur NS-Euthanasie in der Volkshochschule Haidhausen

 

 

Veranstaltung: Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein stellt sich in Berlin vor

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Ausstellung in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Ausstellung in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

 

Wo:  Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

Wann: 13.11.2013,  18:00 – 20:00

 

Die Veranstaltung stellt die Arbeit der Gedenkstätte vor und gibt “einen Einblick in den Stand der Aufarbeitung der NS-„Euthanasie“-Verbrechen in Sachsen und stellt neuere Forschungs- und Erinnerungsprojekte zur Thematik vor.”, wie die Stiftung Sächsische Gedenkstätten schreibt. Von dort auch das Programm:

 

Begrüßung: Staatssekretär Erhard Weimann
Grußwort: Prof. Dr. Sabine von Schorlemer, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Grußwort: Siegfried Reiprich, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Vortrag von Dr. Boris Böhm, Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein: „Euthanasie“-Verbrechen in Sachsen. Geschichte – Aufarbeitung – Gedenken an die Opfer”

 

Lange gehörten sie zu den „vergessenen Opfern“ des Nationalsozialismus: Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ermordet worden sind. Mehr als 200.000 Menschen starben, da sie nach der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus als „lebensunwert“ galten. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges kam es in Polen und später im von Deutschland besetzten Osteuropa zur Erschießung und Vergasung der Patienten von Heil- und Pflegeanstalten.

Ab Herbst 1939 wurden in Deutschland behinderte Kinder und Jugendliche in so genannten „Kinderfachabteilungen“ durch Medikamente getötet. Im Rahmen der „Aktion T4“ wurden in speziell dazu hergerichteten Gasmordanstalten zehntausende Menschen ermordet. Nach Abbruch der Aktion kam es zur so genannten „dezentralen Euthanasie“, in deren Verlauf noch einmal zehntausende alte, psychisch kranke sowie geistig und körperlich behinderte Menschen durch Nahrungsentzug, mangelnde Pflege oder Medikamente getötet wurden.

 

Gedenkstätte Pirna Sonnenstein. Quelle Gedenkstätte, Foto Jürgen Lösel, Dresden

Gedenkstätte Pirna Sonnenstein. Quelle Gedenkstätte, Foto Jürgen Lösel, Dresden

Im Zentrum der Aufarbeitung dieses Verbrechenskomplexes in Sachsen steht die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein. Sie erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthansie“-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein in den Jahren 1940/41. 13.720 Menschen mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen sowie mindestens 1.031 Häftlinge aus Konzentrationslagern wurden in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Sonnenstein in einer Gaskammer systematisch ermordet. Erst ab 1989 drang der fast vergessene Massemord dank bürgerschaftlichen Engagements allmählich wieder in das öffentliche Bewusstsein der Region.

 

Seit dem Jahr 2000 dokumentiert die Gedenkstätte am historischen Ort die Spuren der Verbrechen. Ihre Dauerausstellung zeichnet nach, unter welchen Umständen sich die Ideologie der „Rassenhygiene“ verbreitete. Sie beleuchtet Hintergründe und Strukturen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Mordpolitik.

 

14.10.1943: Aufstand in Sobibor und die T4-Täter

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Hermann Erich Bauer. Quelle: www.deathcamps.org

Hermann Erich Bauer, T4-Fahrer und SS-Mann in Sobibor. Quelle: www.deathcamps.org

Unter der Leitung des jüdischen Rotarmisten Sascha Pechersky und des polnischen Häftlings Leon Feldhendler erschlugen heute vor 70 Jahren Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor ungefähr ein Dutzend SS-Männer. Mehreren hundert Gefangenen gelang die Flucht in die umliegenden Wälder; nur ca. 50 konnten sich jedoch bis zum Ende des Krieges retten.

 

Frappierend -und wenig bekannt- ist die  Tatsache, dass fast alle der getöteten SS-Männer vor ihrem Aufenthalt in Sobibor in einer der NS-”Euthanasie”-Tötungsanstalten bei der Ermordung von ca. 70.000 geistig Behinderten und psychisch kranken Menschen mitmachten. Nach dem vorgeblichen Ende der Aktion T4 im August 1941 durch eine Weisung Hitlers, der damit die  Unruhe in der Bevölkerung, die unter anderem durch die Predigten des Kardinals von Galen aufkam, unterdrücken wollte, wurde ein großer Teil der Täter in die Vernichtungslager im besetzten Polen geschickt. Dabei konnten die Verantwortlichen davon ausgehen, dass die Männer bereits durch ihre Kenntnisse in der Organisation eines Massenmordes geeignet sein würden, auch in den Vernichtungslagern völlig Wehrlose in Gaskammern zu treiben.

 

Wer in der Aktion nicht direkt mit dem Massenmord zu tun hatte, konnte sich aber offenbar trotzdem ohne weitere Probleme in die Realitäten des bestialischen Mordens einfügen: Franz Rum, der seine Tätigkeit in der Kopierstelle der  Berliner T4-Zentrale wegen der giftigen Dämpfe nicht mehr aushielt, wechselte über eine Zwischenstation ins Vernichtungslager Treblinka.

 

Ernst Klee schrieb über ihn:

Die ehemaligen Euthanasiegehilfen sind völlig verroht. Franz Rum, der in der T4-Zentrale die Meldebogen fotokopiert hatte, die Dämpfe der Kopieranlage aber nicht vertrug, treibt nun Juden mit der Peitsche in die Gaskammer.“

 

Eine wissenschaftliche Analyse der Täter, etwa in Form des Versuchs einer Kollektivbiographie, fehlt fast völlig. So bleibt es der von Amateurhistorikern betriebenen Seite www.deathcamps.org überlassen, biographische Fragmente zu präsentieren. Auch ansonsten bietet das Netz einige ganz hervorragende Quellen an. www.sobiborinterviews.nl beinhaltet hunderte Stunden an Interviews, die der Überlebende Jules Schelvis führte. Unter anderem spricht dort der Überlebende Chaskiel Menche über Hubert Gomerski, der von Hartheim nach Sobibor kam. (Hier seine Biografie). Die Seite www.longshadowofsobibor.com beinhaltet ebenfalls Interviews mit Sobibor-Überlebenden, die man noch nach Bezügen zur NS-Euthanasie durcharbeiten müsste. Der Überlebende Thomas Blatt bietet auf www.sobibor.info eine Vielzahl an Informationen an.

 

Auch die deutsche Wikipedia bietet einige Artikel:

 

Fritz Konrad war Transportbegleiter in Pirna-Sonnenstein und Grafeneck.

Josef Vallaster war Krematoriumsarbeiter in Hartheim.

Friedrich Gaulstich arbeitete in der Zentrale der Aktion T4 in Berlin.

Ernst Stengelin war in Grafeneck und Hadamar.

Rudolf Beckmann verbrannte Leichen in Grafeneck und Hadamar.

Thomas Steffl war in der Fotostelle der Zentrale der Aktion T4 beschäftigt.

Siegfried Graetschus war Leichenverbrenner gleich in drei Tötungsanstalten: In Grafeneck, Brandenburg und Bernburg.

Johann Niemann war Krematoriumsarbeiter in Bernburg.

 

 

Zeitzeugen: Video der Einweihung der ersten Gedenkstätte in Brandenburg/Havel 1997

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Letztes Jahr wurde die Gedenkstätte zur Erinnerung an die “Euthanasie”-Morde in Brandenburg/Havel eingeweiht. 16 Jahre vorher wurde dort die erste Ausstellung eröffnet, anlässlich der auch noch Zeitzeugen zu Wort kommen konnten:

Klara Nowak sprach für den Bund der Euthanasie-Geschädigten und Zwangssterilisierten und Elvira Manthey berichtete von ihrem unglaublichen Glück: Sie wurde als Kind im Vorraum der Gaskammer von den Ärzten weggeschickt.

Ein Amateurfilmer nahm 1997 die Ansprachen auf und irgenwie fanden sie ihren Weg auf youtube, so dass ein wertvolles Stück Zeitgeschichte nun für die Öffentlichkeit bereit steht.  Das Video verdeutlicht auch den Verlust an Zeitzeugenschaft: Klara Nowak ist verstorben, der Bund der Euthanasiegeschädigten aufgelöst, existiert aber noch weiter als Arbeitsgemeinschaft, die sich immer wieder kritisch zur Frage der Entschädigung äußert. Elvira Manthey lebt schwer dement in Lübeck.

 

 

 

 

Lesereise: Kunst ohne Kompromiss. Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler

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Selbstpotrait

Selbstpotrait von Elfriede Lohse-Wächtler, 1931.

Die Autorin Regine Sondermann ist zur Zeit auf Lesereise durch Sachsen-Anhalt. Dabei stellt sie ihre neue Publikation Kunst ohne Kompromiss. Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler, Mauritius-Verlag, Magdeburg 2012 vor.

 

Elfriede Lohse-Wächter war eine der bedeutendsten Künstlerinnen des Expressionismus. Sie stellte in den 1920ern  zusammen mit solch bekannten Künstlern wie Paul Klee und Oskar Kokoschka aus, bevor sie aufgrund einer psychischen Krankheit in die sächsische Anstalt Arnsdorf kam. Von dort wurde sie 1940 in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert.

Hier die Lesungstermine. Mehr zum Projekt auf der Seite der Autorin.

 

Termin Ort Veranstalter Beginn
Do. 12.09. Quedlinburg SKZ Reichenstraße 18.00 Uhr
Fr. 13.09. Aschersleben Grauer Hof 20.00 Uhr
Di. 24.09. Burg SKZ Rolandmühle 10.00 Uhr
Do. 26.09. Wettin Burggymnasium 09.45 Uhr
Do. 26.09. Merseburg Mehrgenerationenhaus 14.30 Uhr
So. 6.10. Zerbst Essenzen-Fabrik 20.00 Uhr
So. 6.10. Genthin Bibliothek 11.00 Uhr
Do. 10.10. Weißenfels Schloss Neu-Augustusburg 19.00 Uhr
Do. 17.10. Salzwedel Hanseat e. V. 20.00 Uhr
Do. 7. 11. Magdeburg Feuerwache – PAKK e. V. 19.00 Uhr
Fr. 22.11. Merseburg Dürer-Sek-Schule 10.50 Uhr
Fr. 22.11. Zeitz Schloss Moritzburg 18.00 Uhr

 

Links I 12

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Gedenkstunde für die Opfer des Krankenmordes auf dem Eichberg 

 

Stolperstein in Ottenbronn  für 13-jährigen, der Opfer der NS-”Euthanasie wurde 

 

Vortrag in Esens (Ostfriesland) zum Krankenmord in Wehnen

 

Schülerprojekt in Brandenburg/Havel zur Erinnerung an die Tötungsanstalt Brandenburg

 

Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Heidelberg  ”Was ist ein Menschenleben wert?”

 

15. – 17.11. 2013: Konferenz in München

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Wieder einmal steht eine Tagung des Arbeitskreises zur Erforschung der NS-”Euthanasie”  vor der Tür. Für die Herbsttagung 2013 wurde soeben das vorläufige  Programm veröffentlicht.

 

 

Es sieht einen regionalen Schwerpunkt vor: München und der Klinik Eglfing-Haar werden einige Vorträge gewidmet.

 

 

Viel Raum wird  ebenfalls zwei aktuell laufende Großprojekten gegeben: Dem Ausstellungsprojekt „Psychiatrie im Nationalsozialismus“  der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und dem Informations- und Gedenkort Tiergartenstraße 4. 

Das Anmeldeformular liegt hier bereit. 

Stolpersteinverlegung für Euthanasieopfer in Berlin

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Am 10. September werden  vormittags Stolpersteine für Schöneberger, die in der Tötungsanstalt Meseritz-Obrawalde ums Leben kamen, verlegt. Um 17 Uhr gibt es dann eine Gedenkfeier mit Vorstellung der Biografien.

Verlegeorte sind die Ebersstraße 72, die Feurigstraße 23 und die Eythstraße 69. Erinnert wird   damit an Hemut Deutschmann, Gustav Gatzke und Martha Jentsch, die alle im Laufe des Krieges in den Wittenauer Heilanstalten in Berlin waren und von dort zu ihrer Ermordung 150 Kilometer weister östlich nach Meseritz deportiert wurden. Die Verlegungen und die Gedenkfeier, die im Pinellodrom in der Schöneberger Dominicusstraße 5-9 stattfindet, sind öffentlich.

Eine Karte mit den Verlegorten und -daten finden Sie hier.

Die Biografien sind in Kürze hier zu finden.

 

 

Geschichtssalon im Beginenhof am 16. September 2013 um 19.30 Uhr

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„Die Welt ist ja auch krank…“ Das bemerkenswerte Leben meiner Großtante Irmgard Heiss/Stellbrink

Vortrag und szenische Lesung aus den Briefen an die Familie mit der Kunsttherapeutin Barbara Stellbrink-Kesy.

 

Irmgard Heiss

Irmgard Heiss

Barbara Stellbrink-Kesy schildert das Schicksal von Irmgard Heiss, geb. Stellbrink (1897 – 1944). Ihre Großtante gehört zu den Frauen, die in den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts versuchten, ihre Lebensgestaltung in die eigenen Hände zu nehmen. Einer gutbürgerlichen Familie entstammend, heiratete sie „unter ihrem Stand“ einen Bergarbeiter. So wie die Ehe scheiterte, drohte ihr Lebensentwurf zu scheitern. Nachdem sie in eine Heilanstalt gekommen war, wehrte sie sich gegen die Denunzierungen, flüchtete aus der Anstalt und versuchte, ihr Leben neu zu ordnen. Das konnte nicht gelingen, Ärzte und Eltern halfen ihr nicht und sie geriet in die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie, wo sie 1944 an den Folgen der „dezentralen Euthanasie“ zu Tode kam.

 

Eine Geschichte über eine beindruckende Frau und eine starke Persönlichkeit, die sich ihre innere Freiheit und ihr unabhängiges Denken bis zuletzt bewahrt hat.

 

Alle BewohnerInnen und Gäste, besonders auch die aus dem Wohnprojekt Müggelhof sind herzlich eingeladen. Alle Geschlechter sind willkommen!

 

Der Eintritt ist frei. Klingel: Erkelenzdamm 51. Gemeinschaftsraum