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Hier wieder einmal Hinweise auf neuere Artikel in den Medien zum Themenfeld NS-”Euthanasie”. Ergänzungen gerne in den Kommentaren!

 

“Euthanasie”, ein guter Tod? Ein Essay von Ilja Seifert

 

Denkmal der Grauen Busse im Zentrum für Psychiatrie Reichenau

 

Dossier der Zeitung neues deutschland zur Sterbehilfedebatte

 

Erinnerung an NS-”Euthanasie” in Stralsund

 

Forschung zu Opfern der NS-Krankenmorde in Kärnten gestartet

 

Gedenkort auf dem Friedhof der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin?

 

 

 

 

Berliner Stadtführung: Organisation des Krankenmordes

In Berlin wurde ab 1939 der Mord an Kranken und Behinderten organisiert. Ein Team von drei Historikern führt ab sofort zu Orten der Planung der NS-“Euthanasie“-Verbrechen: Die Tiergartenstraße, den Potsdamer Platz, die Neue Reichskanzlei und die Wilhelmstraße werden als Tatorte und Orte der Täter erkundet.

 

Dabei greifen sie auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus Literaturstudien und eigenen Recherchen zurück. So konnte die Wilhelmstraße 43 als der Ort identifiziert werden, an dem die Krankenmorde abgerechnet wurden. Er liegt genau gegenüber dem Bundesfinanzministerium, das bis heute Entschädigungszahlungen verweigert und hinauszögert.

 

Stadtplan Berlin 1936

 

 

Wenn Sie diese Zusammenhänge ebenfalls spannend finden, würden wir uns freuen, Sie an einem der folgenden Samstagstermine begrüßen zu dürfen. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten. Wir freuen uns auf eine Anerkennung nach Ihrer eigenen Einschätzung. Treffpunkt ist beim Gedenk- und informationsort (blaue Wand) hinter der Philharmonie um 11.00.

 

18.10.2014

1.11.2014

22.11.2014 (Fahrradtour)

6.12.2014

 

Weitere Termine sind in Planung.

 

Fragen/Kommentare?: stadtfuehrungen@gedenkort-t4.eu

 

Vortrag 6.10, 18.00 Berlin: Die nationalsozialistischen Krankenmorde im besetzten Polen

Einladung zum Vortrag im Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften

 

Vortragsreihe

 

Der Zweite Weltkrieg. Ereignisse und Erinnerungen
im Rahmen des Klaus Zernack Colloquiums am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften

 

Prof. Dr. Michael G. Müller und Prof. Dr. Robert Traba laden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gertrud Pickhan ein zum Vortrag von
Robert Parzer (Berlin)
Die nationalsozialistischen Krankenmorde im besetzten Polen.
Ein Forschungs- und digitales Publikationsprojekt
Kommentar: Dr. Kamila Uzarczyk (Wrocław)
6. Oktober 2014, 18:00 Uhr
Zentrum für Historische Forschung Berlin
der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Majakowskiring 47 13156 Berlin-Pankow
Die Ermordung psychisch Kranker und geistig Behinderter in Polen durch die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges wird heutzutage öffentlich kaum beachtet. Die deutsche Geschichtswissenschaft setzte sich mit dem Thema der NS-Krankenmorde erst seit den
1980er Jahren auseinander, obwohl die Quellenlage durchaus gut war, da die meisten Patientenakten in den Kellern der Anstalten gelagert waren. In Deutschland gibt es gegenwärtig zwar viele Projekte zum Thema der NS-Euthanasie, doch selten werden sie in Zusammenarbeit mit polnischen Historikern durchgeführt. Das gemeinsam von Robert Parzer und Posener Wissenschaftlern durchgeführte Forschungs- und digitale Publikationsprojekt beinhaltet die Veröffentlichung der Namen von polnischen Opfern auf einer Onlineplattform. Darüber hinaus analysieren sie auf der Grundlage juristischer Akten aus polnischen Archiven die Motive und ideologischen wie strukturellen Konzepte der Täter.
Ferner soll untersucht werden, welchen Stellenwert die nationalsozialistischen Krankenmorde im besetzten Polen in den Erinnerungskulturen Deutschlands und Polens haben.
Robert Parzer ist Historiker und Slawist. Er konzeptualisierte und betreute das Informationsportal zur NS-Euthanasie (www.gedenkort-t4.eu). Zur Zeit arbeitet er als freier Mitarbeiter für die Geschichtskommission des Bundeswirtschaftsministeriums sowie an einem Forschungs- und digitalen Publikationsprojekt zu den nationalsozialistischen Krankenmorden in Polen. Darüber hinaus promoviert er zum Thema „Täter des Krankenmordes im besetzten Polen“.

Denkmal der Grauen Busse in Polen

 

Das Denkmal der Grauen Busse  steht ab heute in Poznań vor dem Städtischen Kulturzentrum Zamek. Damit befindet sich die mobile Erinnerungsskulptur der Künstler und Architekten Horst Hoheisel und Andreas Knitz  zum ersten Mal außerhalb Deutschlands. Der mehrere Tonnen schwere originalgetreue, jedoch in der Mitte geteilte Abguss erinnert daran, dass mit Bussen der Reichspost behinderte und psychische kranke Menschen zu den Tötungsanstalten transportiert wurden.

Aussage Richard von Hegeners, der die Busse organiserte. Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv

Aussage Richard von Hegeners, der die Busse für die Aktion T4 organisierte. Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv

Der Zeitpunkt und der Ort der Aufstellung sind nicht zufällig: Im Oktober 1939 begannen die ersten Vergasungen von Menschen im Dritten Reich im Posener Fort VII, einer ehemaligen preußischen Wehranlage. Es waren Patienten der psychiatrischen Anstalt in Owińsk, die mit Kohlenmonoxid erstickt wurden. Die Verantwortlichen für den Krankenmord sassen im Posener Kaiserschloss (dem heutigen Kulturzentrum) das später von Mitarbeitern Albert Speers zu einer Residenz für Adolf Hitler umgebaut wurde.

Liste von Tätern, die Owinsker Patienten ermordeten. Erstellt im Rahmen einer Untersuchung in den 1950er Jahren.  Quelle: IPN

Liste von Tätern, die Owinsker Patienten ermordeten. Erstellt im Rahmen einer polnischen Untersuchung in den 1950er Jahren. Quelle: IPN

Das Denkmal wird noch bis zum 12.10.2014 in Poznan zu sehen sein. Es wird begleitet von einer Ausstellung der Künstler, in der auch ihr neuestes Werk zu sehen ist: Sie haben die Startblöcke der während der deutschen Besatzung zu einer Schwimmhalle umgebauten Synagoge dort ausgebaut und in das Arbeitszimmer Hitlers gestellt.

 

Das Denkmal in Poznan

Das Denkmal in Poznan

Dass das Denkmal dort steht, ist übrigens zum großen Teil Artur Hojan zu verdanken.

 

Die Bedeutung der blauen Wand

Das charakteristische Merkmal des neuen Gedenk- und Informationsortes an der Berliner Tiergartenstraße ist eine lange blaue Glaswand. Was sie zu bedeuten hat und wie die Gestalter des Denkmals auf die Idee kamen, erklärt die Architektin Ursula Wilms hier im Interview.

 

Die blaue Glaswand im Aufbau. August 2014

Die blaue Glaswand im Aufbau. August 2014

 

 

 

Gutachten zur Namensnennung zum Download

Das Gutachten des Berliner Justiz- und Innensenators a.D. Dr. Erhardt Körting zur Frage der Namensnennung von NS-Euthanasie-Opfern steht hier zum Download bereit.

 

Dr. Erhardt Körting: Namensnennung von NS-Euthanasie-Opfern aus juristischer Sicht

 

Hintergrundinformationen zum Thema hier:

  • Tagungsbericht: Zur Frage der Namensnennung der Münchner Opfer der NS­„Euthanasie“ in einem Gedenkbuch

 

 

 

5.9.2014, 20.00: Unwertes Leben on tour “Der Film”

Der Film

 

Wir möchten allen Interessierten den Film unserer Aktion “Unwertes Leben on tour” am 5.9.14 um 20.00 Uhr erstmalig in unserem Laden in der Ebertystraße 8  vorführen.

Der Film entstand auf unserer Tour zu den Gedenkstätten Brandenburg, Hadamar und Hartheim.

 

24 Gedänkstätte Brandenburg

 

Wir würden uns freuen, wenn Ihr alle kommt!

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

… Hannamon, und ihr Urgroßonkel, getötet in Brandenburg

hier das Interview mit Hannomon und Ihre Entdeckung, dass Ihr Urgrossonkel Opfer der T4 Aktion geworden ist…

 

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zum Interview
 
 
Alle Beiträge stammen von Maria der Bär
 
 

Veranstaltungen zu NS-”Euthanasie” und Gedenken im September 2014

 

Rund um die Eröffnung des Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde am 2.9.2014 finden eine Reihe interessanter Veranstaltungen statt.

 

 

  • “Ännes letzte Reise”:  Das Theaterstück erzählt das Schicksal von Anna Lehnkering, die 1940 in Grafeneck ermordet wurde. Die Recherchen ihrer Nichte Sigrid Falkenstein mündeten in dem Buch Annas Spuren. Das Stück wird am 2.9.2014 um 19.00 in der Schaubude Berlin aufgeführt, dort findet am Tag darauf um 10.00 auch eine Schüleraufführung statt. Bereits am 1.9. wird es in in der Studiobühne des Brandenburger Theaters in Brandenburg/Havel im Rahmen einer Gedenkfeier gezeigt. Flyer

 

 

  • Am 4.9.um 19.00 informieren Prof. Dr. Stefanie Endlich, Martina Sandig und das Team um PD DR. Gerrit Hohendorf, das für die Erarbeitung der Ausstellung am Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde zuständig war, in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin über den “Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4. Zur Geschichte und Gestaltung des historischen Orts” Flyer

 

  • Am 5. und 6.9.2014 veranstaltet der “Aktionskreis T4-Opfer nicht vergessen” eine Gedenkveranstaltung an der Berliner Tiergartenstraße 4 (6.9., 14.00, Flyer: Einladung Gedenkstaette) und am Tag davor bietet der Zusammenschluss “Kontaktgespräch Psychiatrie” von 14.00 bis 17.00 ein Begleitprogramm in der Topographie des Terrors. Es sprechen u.a. Dr. Susanne Doetz zur Rolle des 1. Weltkrieges bei der Bewertung menschlichen Lebens und die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt zu Werthaltungen  in den aktuellen Diskussionen über  Reformen in unseren Sozialsystemen und über die Sterbehilfe. (Flyer Begleitprogramm)

 

  • Das Pfalzklinikum in 76889 Klingenmünster führt am 10.09.2014 ab 14:15h eine Gedenkveranstaltung durch. Erinnert wird an die Evakuierung der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster am 10.September 1939. Von dieser Verlegung in die bayrischen Anstalten kehrten viele Patienten nie nach Klingenmünster zurück – sie wurden Opfer der Tötungsaktion T4. Wir gedenken ihrer mit einem Gang von der Klinik zum damaligen Bahnhof Klingenmünster und mit einer szenischen Aufführung des Chawwerusch-Theaters “Leere Betten”. Alle sind herzlich willkommen!

 

  • Am 19.9. um 17.00 lädt die Initiative “lebenswert” in Bremerhaven zu einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den “Euthanasierlass”. Im Vortragssaal des Deutschen Schiffahrtsmuseums Bremen sprechen Klaus Dörner und Gerda Engelbracht. Flyer Bremerhaven 2014

 

 

Für eine Ergänzung dieser immer noch sehr berlinlastigen Liste sind wir dankbar.

 

28.8.2014, Topographie des Terrors: “Den Namenlosen einen Namen geben – die Namensnennung von „Euthanasie“-Opfern aus juristischer Sicht”

Es ist ein auch hier auf diesem Blog oft verhandeltes Ärgernis, dass die Namen von Opfern des nationalsozialistischen Krankenmordes nicht oder nur nach Zustimmung von Angehörigen öffentlich genannt werden dürfen.

 

 

Damit liegt eine Ungleichbehandlung mit allen anderen Opfergruppen des Nationalsozialismus vor. Begründet wird dies mit dem Recht von Angehörigen: Sie sollen nicht gegen ihren Willen mit einem Menschen in ihrer Familie in Zusammenhang gebracht werden können, der oder die eine erbliche psychische Krankheit und/oder geistige Behinderung hatte.

 

Die Plädoyers, eine Änderung dieser Rechtsauslegung, die mit historisch gesehen sehr zweifelhaften Kategorien operiert,   anzustreben, verhallten bisher ohne großen Effekt. Auch eine sehr prominent besetzte Tagung in München im Januar 2014 brachte keine Änderung.

 

Deshalb haben wir den Rechtsanwalt Dr. Erhardt Körting, ehemaliger Berliner Justiz- und Innensenator, mit der Erstellung eines Gutachtens betraut.

Ehrhart Körting  Foto: A. Savin, CC-BY-SA

Ehrhart Körting Foto: A. Savin, CC-BY-SA

Er unterzieht die Gesetzeslage und die laufende Rechtssprechung einer kritischen Prüfung und kommt zum Schluss, dass juristisch gesehen nichts dagegen spricht, die Namen von NS-”Euthanasie”-Opfern, auch online, zu nennen. Wie er zu diesem Schluss kommt, wird er am 28.8. um 19.00 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors darlegen. Dr. Georg Lilienthal, langjähriger Leiter der NS-”Euthanasie”-Gedenkstätte Hadamar, wird dazu einen Kommentar abgeben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Diskussionsbeiträge. Das Gutachten werden wir am 28.8. hier veröffentlichen.

 

 

NS-”Euthanasie”-Denkmal in Berlin wird am 2.9.2014 eingeweiht

An der Berliner Tiergartenstraße 4 arbeitete ab 1940 eine Sonderbehörde, die  den nationalsozialistischen Krankenmord organisierte. Ihm fielen etwa 70.000 Menschen zum Opfer – in einer Aktion, die nach 1945 als “Aktion T4″ mit dem Ort der Planung verknüpft wurde.

 

Erste Erinnerungsbemühungen gab es seit den 1980er Jahren. Im September 2014 wird dann ein Denkmal, das von einer Gemeinschaft um Ursula Wilms konzeptioniert wurde, eingeweiht werden. Es besteht  aus einer blauen Glaswand. Damit verknüpft sind Informationselemente, die von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von PD. Dr. Gerrit Hohendorf (TU München) erarbeitet wurden. Beides zusammen ergibt dann den  “Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde.”

© Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

Das Denkmal © Arbeitsgemeinschaft: Ursula Wilms (Architektin BDA), Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann (Landschaftsarchitekt BDLA)

 

Die Betreuung des Denkmals wird die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas übernehmen. Es wird das erste Denkmal in ihrer Betreuung sein,  das an einem authentischen Ort realisiert wurde.

Der Artikel von Ingo Loose über die historischen Hintergründe

Stefanie Endlich schrieb hier zur Geschichte der Erinnerung an der Berliner Tiergartenstraße. 

Der Entstehungsprozess ist im Bereich “Denkmal” hier auf dem Blog dokumentiert

 

Mit Ursula Wilms führte ich vor etwa einem Jahr ein Interview.

 

 

Im Folgenden die offizielle Einladung:

 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, lädt Sie zur Einweihung des Gedenk- und Informationsortes für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde am 2. September 2014 um 11 Uhr im Foyer der Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin, ein.

 

Programm

 

Grußworte
Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien
Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

 

Dokumentenlesung
Sigrid Falkenstein und Dr. Hartmut Traub erinnern an ihre Angehörigen Anna Lehnkering und Benjamin Traub, die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde wurden.

 

Musik
Titus Maack, Cello

 

Im Anschluss der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Blumen am Gedenkort niederzulegen.

Der Einlass beginnt um 10 Uhr. Für die Veranstaltung wird eine Übersetzung in Gebärdensprache angeboten.

Interview 2 mit Thomas …lasst uns üben, auch Menschen mit Hindernissen müssen einen inklusiven Umgang erlernen…

Hier der zweite Teil des Interviews mit Thomas…

 

DSC_0133 Film hier!

 

Thomas berichtet über seine Erlebnisse in Brandenburg, Hadamar und Hartheim.

 

 

Inklusion untereinander

 

Ich bin inklusiv…, dachte ich…, auch mal…, meine Forderungen nach einer inklusiven Gesellschaft habe ich aber häufig bei den anderen gesucht, so nach dem Motto , nehmt mich endlich wie ich bin…, verändert euch… seit inklusiv zu mir. Aber ich glaube, dass dies der falsche Ansatz ist. Nur wenn ich das “Anderssein” meines Gegenübers akzeptiere, werde ich jene Inklusion erleben, die ich mir wünsche. Toleranz und Verständnis für jedes Lebensmodell, was andere nicht ausschließt und einschränkt. Ich übe und ich wünsche mir, dass wir miteinander üben. Und am Anfang wünsche ich mir einen regen Ausstausch von Gruppen mit unterschiedlichen Hindernissen. Wenn wir miteinander einen inklusieven Umgang finden, dieses Modell vorleben, dann sind wir in der Lage, gestärkt und praktisch erprobt, auch den Normalos inklusiv zu begegnen…

 

Vielleicht habt ihr Vorschläge, wie wir dies umsetzen können…

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

Das Thomas, Interview zu den Erlebnissen während der Tour

DSC_0133“Das Thomas erzählt im ersten Teil des Interviews über seine Erlebnisse und Eindrücke in den Tötungseinrichtungen der “Euthanasie im Dritten Reich”.

 

hier das Video

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

Fritz Wehde: Ein Opfer der Kindereuthanasie

Wir freuen uns sehr, dass wieder eine neue Biografie eines Opfers der NS-”Euthanasie” online ist.

Uta Wehde recherchierte die Biographie ihres Onkels zweiten Grades Fritz Wehde, der als Kind im Januar 1945 in der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg  ermordet wurde. In Lüneburg bestand eine Kinderachabteilung, in der etwa 500 Kinder aus dem norddeutschen Raum mit Luminal oder Morphium getötet wurden.

Fritz Wehde mit seiner Großmutter

Fritz Wehde mit seiner Großmutter

 

Im Jahr 2013 wurde eine Gedenkanlage für die Opfer der Lüneburger NS-Psychiatrie auf dem Nord-West-Friedhof eingeweiht. Dabei konnten auch die Verwandten von Fritz Wehde Abschied nehmen. 

 

 

 

Seine Biografie können Sie hier lesen.

Karl Stefanski – eine neue Biografie auf der Seite

Karl Stefanski 1919

Karl Stefanski 1919

Im November 2013 wusste Astrid Irion nicht viel mehr über Ihren Großvater, als dass er in einer Berliner Nervenheilanstalt gelebt hatte und ihre Mutter ihn in den 1930er Jahren besuchte. Ein knappes halbes Jahr später konnte sie dank ausgedehnter Archivrecherchen seinen Lebensweg, der in der NS-”Euthanasie”-Tötungsanstalt Brandenburg/Havel endete, detailliert nachvollziehen. Der Bergbauarbeiter war durch Erlebnisse an der deutschen Ostfront im Ersten Weltkrieg schwer traumatisiert. Er wurde 1926 in die Berliner “Städtische Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten“ eingeliefert und fiel der Aktion T4 zum Opfer.

 

Astrid Irion fand die Kraft, die bedrückende Geschichte aufzuschreiben und stellt sie jetzt dankenswerter Weise der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie ist auf www.gedenkort-t4.eu verfügbar.