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… und weitere “geht gar nicht” Auszeichnungen von Unwertes Leben on tour…

… ein weiteres dreifaches
“geht gar nicht”Geht gar nicht Geht gar nichtGeht gar nichtfür die Gedenkstätte Bernburg, nein, für die Krankenhausgesellschaft (Salus Kliniken). Als wir für unsere Ausstellung “Begegnung einer möglichen Vergangenheit” nachfragten ob wir Fotos machen dürfen, wurde uns mit geteilt, dass die Krankenhausgesellschaft keine Aussenphotos genehmigen würde… Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sieht anders aus. Und wie in Hardamar (kommen wir auch nochmal drauf) befindet sich in Bernburg wieder eine Forensiche Klinik…, dass geht auch nicht, nicht an diesem Ort… und schaut euch die Seite, das Banner der Forensischen Klinik an, so sieht ein psychisch kranker Straftäter aus…

 

Wir twittern jetzt auch mal hat Maria entschieden… Ihr findet uns unter Kellerkinder. Möchten da auch noch auf unsere Facebook Seite hinweisen.

 

zweiter Teil des Interview von unserer Tour mit Patrick

 

DSC_0367 findest du hier

 

Patrick beschreibt im Besonderen das Heute, und die erlebten Ausgrenzungen, die sein Anderssein verstärkt haben. Patrick ist sehr skeptisch, ob er eine inklusive Welt noch erleben wird. Danke Patrick, dass du so ehrlich und offen bist.

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

Tourvideo 1 Patrick und der Gewinner der Woche…

… das geht gar nicht …
mit drei Stempeln für unsere Bundesregierung und allen Regierungen dieser Republik ab 1949 Geht gar nicht Geht gar nicht Geht gar nicht

 

Unser Besuch in der Topographie des Terrors zu der Veranstaltung zur Entschädigung für Opfer der “NS-Euthanasie” und Zwangssterilisationen mit Margret Hamm, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie”-Geschädigten und Zwangssterilisierten und Klaus Dörner, unter uns “Psychos” eine “Kapazität.

 

Die Vortragenden berichteten sowohl von der Geschichte der Aufarbeitung und dem Umgang mit den Opfern der “Euthanasie” und Zwangssterilisierten. Opfer, nah ja, nicht ganz, habe ich jetzt verstanden. Die Anerkennung, wie es anderer Opfergruppen zuteil wurde, wird den Opfern der Euthanasie und Zwangssterilisierten seit jahrzehnten verweigert. Und die Begründung beruft sich noch heute auf ein Gutachten, das massgeblich durch drei Täterärzte verfasst wurde. Und diese Nichtanerkennung ist 2013 nochmals seitens der Regierung bestätigt worden. Und das ist kein Thema aus unserer Vergangenheit… das ist unsere Zukunft und Gegenwart… wie werden Sie demnächst mit Unrecht umgehen, wenn unrechtes Handeln uns wiederfährt. Vielleicht berufen sie sich auf “anerkannte Eugeniker”… Vertreter der Regierung werden in einem Staatsakt am 2.9.2014 das Denkmal der Opfer der “Euthanasie” einweihen, es kam spät genug… lasst uns Ihnen zeigen, dass sie dieses Thema nicht durch das “Aussterben” von den Opfer erledigen können. Es ist das Thema aller “Andersseienden”. Lasst uns die Aktion zur Anerkennung unterstützen. Wir werden dass Thema zur Eröffnung des Denkmales mitbringen.

 

Hier der Brief an die Bundesregierung vom 20.04.2014

 

Frau Hamm erhält für Ihr Engagement im Rahmen ihres Kampfes um die Anerkennung der Opfer der “Euthanasie und Zwangssterilisation” gegen “Bundeswindmühlen” die Bewertung Gut so Gut so Gut so,

für Hr. Dörner können wir, trotz seiner unbestrittenen Erfolge im Umgang mit seelischen Hindernissen leider nur zwei Bären “”Gut so!” verleihen. Seine wiederholten Betitelungen von Menschen mit seelischeen Hindernissen als “Chronisch krank”, reduziert uns… Hallo wir sind Menschen, und wir können uns veränder!Gut so Gut so
(Aber trotzdem Klaus, du bist ne guter…, deine Maria).

 

 

Und hier das Tourvideo (Teil1) über seine Erfahrungen und Erlebnisse von Patrick

 

DSC_0367 hier das Video

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

… das geht gar nicht … + zweiter Teil des Interviews mit Eileen

… obwohl wir wieder zuhause sind, beschäftigen wir uns immer noch mit Ereignissen unserer Tour.

 

Wir werden in den nächsten Tagen über Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Besuch der Tötungsstätten berichten, die wir mit dem Stempel “das geht gar nicht! versehen werden.

 

Wir wissen in diesem Zusammenhang, dass die Entwicklungen der Gedenkstätten in dem Kontext der Entwicklung nach 1945 zu betrachten sind. Vier Gedenkstätten sind weiterhin an eine psychiatrische, bzw psychosoziale Einrichtung angebunden. Die Aufarbeitung der Geschichte der “Euthanasie im Dritten Reich”begann aber erst in den 80/90 Jahren, da war dieser Rahmen schon gegeben. Es ist klar, dass sich die neuen Einrichtungen nur ungern mit dieser Geschichte identifizeren. Wir halten es aber für notwendig, auf Wiedersprüche hinzuweisen.

 

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Bevor man das Gelände zur Gedenkstätte Hadamar betritt, wird man sehr irritiert!

 

Ist dieser Gedenkort privat? Wer ist Unbefugt?

 

Hier würden wir sagen, dass geht gar nicht!Geht gar nicht

 

Aber nun zum 2.Teil des Interviews mit Eileen

 

DSC_0009 hier das Viedeo

 

… und dann kommt Patrick…

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

Veranstaltung zur Entschädigung für Opfer der NS-”Euthanasie” und Zwangssterilisationen

Wann: Dienstag, 2.7.2014, 19.00

Wo: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Berlin

 

Klaus Dörner hat seit Mitte der 1980er Jahre entscheidend dazu beigetragen, dass die Menschen, die im Nationalsozialismus ihre Angehörigen durch den Krankenmord verloren haben oder selbst von Zwangssterilisationen betroffen waren, zumindest ein wenig Anerkennung bekamen. Der Weg zu Entschädigungen war ein weiter und ist bis heute nicht abgeschlossen, denn immer noch gilt das Bundesentschädigungsgesetz nicht für die Opfergruppe. Mehr zum “Danach” der NS-” Euthanasie hier.

Margret Hamm wird dazu als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie”-Geschädigten und Zwangssterilisierten (BEZ) kenntnisreich und engagiert Stellung nehmen. 

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogrammes zur Ausstellung der  DGPPN “erfasst-verfolgt-vernichtet”. Sie ist noch bis zum 20.7.2014 in der Topographie des Terrors zu sehen.

… nun zu unseren Interviews …

 

Bild Interview

 

…Eileen wird euch im folgenden Beitrag ihre Erfahrungen auf der Tour schildern. Wir haben den Beitrag in zwei Teile aufgespalten.

 

Viel Spaß beim Zuschauen…

 

Hier das Video

 

Wir freuen uns auf eure Kommentare.

 

 

 

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

 

…leider war uns kein Netz mehr zugänglich… darum erst heute… wir sind wieder in Berlin…

…aber es geht weiter…

 

weil soviele Erfahrungen, Eindrücke und innerliche Auseinandersetzungen mit sich selbst… vielen sogenannten “Betroffenen” zugänglich gemacht werden sollten.

 

Wir haben alle fünf Gedenkstätten und und einen Lern- und Gedenkort erleben dürfen, die uns mit den eigenen Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit dem “Anderssein” .

 

Interview hier!

 

Wir möchten im Rahmen der Aktion “Unwertes Leben on tour” weitere Orte, weitere Ziele, weitere Ideen umsetzen. Aber natütlich mit Zeit.

 

Die nächste Aktion wird auf jeden Fall die Eröffnung der Gedenkstätte in Berlin sein. Aber auch hier haben wir gelernt. Es ist kein Ort der Opfer sondern ein Ort der Täter. Na man ist das Gut, dass wir die Opfer symbolisch in unseren Urnen mitgebracht haben.

 

Einladung an alle Interessierten zum „Resteessen“ mit Information über unsere Erfahrungen aus der tour im Nachtcafe, Freitag, 27.06.14 um 19.00 Uhr.

 

Wir werden in den nächsten zwei Wochen regelmäßig Interviews der Mitfahrer_innen auf unsere Seite setzen.

 

hier einige Aktivisten_innen

 

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Hannamon

 

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Micha

 

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Patrick

 

…und noch einige Bilder aus Hartheim …

 

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Schloss Hartheim

 

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Innenhof Erdgeschoss (Tötungsbereich)

 

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Busgarage, hier wurden die Opfer aus anderen Einrichtungen “angeliefert”.

 

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…und die Menschenrechte waren auch da…

 

 

Alle Beiträge stammen von Maria der Bär

 

 

 

 

 

 

Der Lern- und Gedenkort Hartheim ist in allen Belangen vorbildlich…

…Danke…

 

Es gab auf unserer Tour den Punkt, nach unserem Besuch in Hadamar, wo wir unsere Aktion abbrechen wollten. Immer wieder Gedenkstätten, die die Gegenwart und Utopie ausließen; in der Vergangenheit „stecken“ blieben, ohne ein Heute (und immer noch die „Absagen“ im Hinterkopf). Somit war die Motivation eher sportlich…, die 6. Gedenkstätte kriegen wir auch noch hinter uns. Resultat: „Wir waren mal wieder zu spät“. Ich möchte aber auch die Autobahnführung in Linz, mit den ständigen Wechseln der Autobahnen, lange Kurvenführung und dem dadurch bedingten 24 km die sich auf weit über 50 ausdehnten ins Feld führen . Und das mit sechs Verrückten… wir sind eben anders…

 

 

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aber dann kam Hartheim…

 

Der Ort selbst hatte schon etwas „Tragendes“ und auch unser Geisterfühler Patrick war sofort von den Stimmungen eingenommen.

 

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Ein Schloss, eine ehemalige „Behindertenanstalt“, heute ohne den ambivalenten Flair von Behandlung. Keine Gedenkstätte, sondern ein Lern- und Gedenkort. Alles dem Gedenken tausender Opfer geschuldet und der Lehre aus diesem Unrecht verpflichtet. Das Schloss selbst ist schon beeindruckend. Die Ausstellung im Erdgeschoss der Geschehnisse im „Dritten Reich“ war nach unserem Empfinden mehr auf die Opfer gerichtet. Dieser Eindruck resultierte zum Beispiel aus der Dokumentation von Alltagsgegenständen die die Opfer (Brillen etc.) hinterließen bis zu den unzähligen Gedenktafeln, die sie gegenwärtig erschienen ließen.

 

Und trotzdem, nach der 6. Gedenkstätte, der 6. Gaskammer (auch wenn sie in Grafeneck und Brandenburg als Ort nicht mehr erhalten sind) wollten wir endlich in die Gegenwart und Zukunft unseres Andersseins, in die Lehre aus der Geschichte…

 

…und da war sie, im ersten Stock…

 

Die geschichtliche Entwicklung des „Andersseins“ in das heute, in die Zukunft, als Resultat der grausamen Geschichte. Kein Thema wurde ausgespart, von der industriellen Revolution, die ein Anderssein im „Produktionsprozess“ nicht mehr dulden konnte, über die Eugenik, moderner Gentechnik, aktueller Behindertenpolitik, UN Behindertenrechtskonvention und neuen Forderungen nach der Gleichbehandlung von Menschen die „Anders sind“.

 

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…Anderssein heute war auch zu sehen…

 

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… und die Forderungen für morgen…

 

Und jetzt hat sich unsere „Bummelei“ gerächt. Zu wenig Zeit, zu viele Eindrücke…

 

Wir kommen wieder, versprochen…

 

… ach ja, wir sind sogar noch belohnt worden, man hat uns erwartet und sich für unsere Anliegen Zeit genommen…

 

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… im Gespräch mit dem Leiter…

 

mehr morgen!

 

 

Alle Beiträge stammen von Maria-der-Bär.de

 

 

 

 

Linz in der Nacht erreicht…

Seebaden, ein wenig ausspannen und die Ereignisse und Erlebnisse verarbeiten. Hadamar wirkt nach…

 

Um zu verstehen, wo jede_r Einzelne von uns sich in seiner inneren und äußeren Welt befindet, haben wir begonnen einzelne Interviews aufzuzeichnen. Die werden wir euch demnächst online stellen (eingeschränkte Technik).

 

Eine Auseinandersetzung mit dem individuellen Anderssein ist auch in der Gruppe tägliches Thema. Ich vermute jeder Mensch in unserer westlichen Welt kennt dies z.B. aus Familienurlauben. Und wenn man dann noch einer Vergangenheit begegnet, die es verlangte „Gleich“ zu sein, fallen einem die Unterschiede besonders auf. Es ist ein spannender Prozess und wir wachsen daran… Wir sind eine Gruppe geworden.

 

Unsere Aktion in Hadamar wirkt nach… Uns begegnet aufgrund unseres sehr offenen Umganges mit unserer „Einschränkung“ eine unerwartete Form des meidenden Respektes. Patrick hat sich in sein T-Shirt verliebt und dann ist dan noch das Auto mit unseren Plakaten… wir sind zu erkennen…

 

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Rückseite / Vorderseite T-Shirt

 

Eine Auswirkung ist die „Raumaufteilung auf unserem Campingplatz; die eine Seite des Geländes ist von uns belegt… mit viel Freifläche… auf der anderen Seite drängen sich die „Anderen“.

 

In Hadamar haben wir ähnliche Erfahrungen sammeln dürfen. Aber dazu mehr in unserer ausführlichen Dokumentation zur Eröffnung des Gedenkortes in Berlin.

 

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“Busgarage” in den Tod

 

Hadamar hatte für uns aber auch, mal etwas „schwäbisch“ gesagt , ein unangenehmes Geschmeckle…Den Eingang teilte sich die Gedenkstätte mit der Ergotherapie. Ein ähnlich unangenehmes Gefühl hatten wir in Sonnenstein. Im Gebäude der Gedenkstätte befindet sich auch eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Das „Gefühl“ beinhaltet den Gedanken, dass in vielen Fällen ein entscheidender Grund für die Tötung „lebensunwerten Lebens“ die Arbeitsfähigkeit darstellte.

 

 

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Forensische Station direkt neben dem “Ehrenfriedhof”

 

Insgesamt ist es für die Teilnehmer_innen der Gruppe sehr unangenehm sich auf dem Gelände der Psychiatrie aufzuhalten um die Gedenkstätte aufzusuchen. Hier sind wir sehr gespannt auf die Lösung in Hartheim. Außer Hartheim und Brandenburg (war nie eine Psychiatrie) sind die anderen Orte auch heute noch psychiatrische Krankenhäuser bzw. Teil des sozialpsychiatrischen Versorgungssystems. Wir sind einhellig der Meinung, dass aufzunehmende Menschen in diese Einrichtungen das Recht haben müssten (d.h. auch über die Geschichte informiert sein sollten) sich aufgrund der Ereignisse gegen den Standort entscheiden zu dürfen.

 

Und nun noch Hartheim und wir haben alle Gedenkstätten aufgesucht.

 

Alle Beiträge stammen von Maria-der-Bär.de

 

 

 

…Hadamar und wir haben unsere Grenzen erfolgreich durchlebt

Hadamar

…und der Wagenplatz in Mainz

 

Abreise aus Brandenburg und Veränderung der Tour: Weiterlesen
Komplette Ausstellung “Begegnung einer möglichen Vergangenheit”

 

 

Unsere tour hat ihre Fortsetzung gefunden , Hadamar.

 

Wir hatten uns dafür gerüstet, den Bollerwagen geschmückt, und uns am „Bahnhof“, dem offiziell genehmigten Ort (dachten wir) postiert. Leider gab es zwei Bahnhöfe in Hadamar… eine Stunde verspätet waren wir dann an dem richtigen. Aufgrund des hohen Interesses in der Bevölkerung, der Medien und sonstiger weitangereister Menschen begannen wir mit unserem Gruppenprozess. Wir müssen es vielleicht nochmal sagen, wir sind Menschen mit seelischen Hindernissen, die es akzeptieren, dass wir „Anders“ sind. Wir wären uns aufgrund der sehr unterschiedlichen Lebensentwürfe nie begegnet, wenn da nicht diese individuellen Seelen wären, die einander in den Dialog treten. Das heißt, wenn wir gestärkt aus dieser Aktion zurückkehren wollen, benötigen wir genug Raum miteinander, in dem sich die Seelen austauschen können und das erlebte verarbeiten. Wir haben also die ersten Krisen miteinander ausgehalten, ein Weiterfahren in Frage gestellt und uns dann mit neuer Kraft (weil die Seelen miteinander gesprochen haben) dem neuen Ziel gestellt, Hartheim.

 

Und hier noch ein kleiner Clip zum Tourprogramm

 

Maria und das Anderssein

 

Unwertes Leben on tour, die Auseinandersetzung mit dem „Anderssein“, mit dem Kampf als Teil dieser Gesellschaft wahrgenommen zu werden, verbindet uns auf eine sehr intensive Weise mit den Orten und den Opfern der „Euthanasie“. Wir haben in Hadamar erlebt, wie die Menschen und Besucher der Gedenkstätte auf uns reagiert haben, verunsichert. Auch wir haben uns mit unseren T-shirts („Wir sind eine ganz normale Besuchergruppe“-Rücken, „Psychisch Krank“-Brust) sehr angespannt gefühlt. Wir wurden beobachtet und ein wenig „weiträumiger“ umschifft.

 

Der Wagenplatz Frischluftschneise hat uns total lieb empfangen, den Rasen gemäht und einen Salat vorbereitet. Das hat gut getan, nach dem harten Tag in Hadamar. Es war ein Ort, der uns gestärkt hat.

 

Morgen mehr von Hartheim… dann aus Österreich…

 

Unser Weg zur Gedenkstätte…

 

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…meinen die uns…

 

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…betroffen…

 

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…und wir nehmen euch mit!

 

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Alle Beiträge stammen von Maria-der-Bär.de

 

 

Unwertes Leben on Tour: Der erste Tourbericht

*„Unwertes Leben“  ist on tour

 

 Das ist der erste in einer Reihe von Beiträgen zu der Veranstaltung “Unwertes Leben on Tour”.
Alle Beiträge stammen von Maria-der-Bär.de

 

 

 

Wir sind der Gedenkstätte Brandenburg zu großem Dank verpflichtet. Sie hat den Mut bewiesen sich auf unser Experiment einzulassen. Wir sind freundlich empfangen worden und konnten unser Zelt direkt auf der Wiese vor dem Gebäude aufbauen. Die Mitarbeiter haben mit uns zusammen den Tag „ausgehalten“.

Der Auf und Abbau war hart aber “Psychos” schaffen auch das…

 

 

Mittags angekommen bauten wir das Zelt sofort auf.

 

 

Beim Anbringen der Installationen waren alle fleißig…

 

 

Hannamon und Caro gemeinsam beim Zeltabbau

 

 

…bei aller Anstrengung erst mal ein Nickerchen.

 

Und irgendwie haben wir es geschafft, dass wir unsere Aktion in Brandenburg fast ohne Öffentlichkeit abhalten konnten…, die Presse war da, Mitarbeiter der Gedenkstätte und Kellis aus Berlin… inklusive 2-3 Irrläufer… Unwertes Leben on tour grüßt die Welt, die sie leider nicht zurück…  Eine Ursache liegt bestimmt in der noch nicht ausreichenden Vernetzung und Werbung, aber es begegnet uns immer auch eine große Skepsis, ein nicht zutrauen. Klar müssen wir noch üben. Wir befürchten aber, dass es nicht ausreichen wird…

 

 

Einige Grüße an die Opfer blieben im Baum hängen. Aber wir konnten sie „retten“ und aufsteigen lassen…

Und hier erste Teile aus dem Tourprogramm als Video

 

Unwertes Leben on Tour: Video 1

 

Ohne David unseren “schrägen” Techniker, Musikproduzenten und Künstler geht gar nichts…

 

 

und Hannamon… unser_e “Schauspieler_in und Sänger_in” mit eigenen Gedichten.

 

 

… und wir haben mal wieder nachgedacht …

Gedanken zum Hören!

 

 

… wir haben es jetzt endlich verstanden…, auch die Absagen der anderen Gedenkstätten erscheinen uns im anderen Licht…, es handelt sich um „Fürsorge“, sie wollen uns nicht belasten, Menschen mit seelischen (und auch kognitiven) Hindernissen sind der geschichtlichen Realität des Umganges mit dem „Anderssein“ nicht gewachsen.
Die Gedenkstätten sind gar nicht für uns vorgesehen….

…und andere Gruppen des „Andersseins“ die im Dritten Reich verfolgt und getötet wurden, sehen die Gedenkorte als Teil Ihrer Identität an. Wie wir sie darum beneiden, aber sie sind eben nicht krank…

 

„21. Juni 2014 Gedenkfeier für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des CSD

… Die von Ulrich Keßler, Vorstandsmitglied beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, moderierte Veranstaltung werden Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Bodo Niendel, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations, der Britische Aktivist Peter Gary Tatchell und Dr. Manuela Sissy Kraus vom Vorstand des Berliner CSD e.V. mitgestalten.
Zu der gemeinsamen Gedenkveranstaltung ruft auch das Aktionsbündnis CSD Berlin 2014 auf.“


Wir glauben, dass die Orte der „Euthanasie“ (Zwangssterilisationen) des Dritten Reiches sich und Ihrem gesellschaftlichen Auftrag, des Gedenkens und Mahnens, eine Chance der Umsetzung nehmen. Menschen mit Behinderungen und Ihr geschichtliches Engagement würde den Orten eine nachhaltigere und dauerhaftere Legitimation verleihen. Natürlich sind wir keine Historiker und wir brauchen „Fachmenschen“ der Geschichte um Ereignisse richtig einzuordnen. Aber zusammen könnten wir Geschichte zum Ort lebendiger Prävention  machen. Schade…

Wir fragen uns aber, wie Sie auf diesen Gedanken kommen, dass wir dieser Auseinandersetzung nicht gewachsen sind.

Uns bleiben nur die Erklärungen,

 

Weiterlesen

 

 

 

 

“Unwertes Leben on Tour”

Wir haben erstmalig unser Zelt aufgestellt… Wir sind klasse…

Probeaufbau des Veranstaltungszeltes. Quelle: http://seeletrifftwelt.de/maria/?page_id=2

Probeaufbau des Veranstaltungszeltes. Quelle: http://seeletrifftwelt.de/maria/?page_id=2

So beginnt ein Blogeintrag auf seeletrifftwelt.de. Dahinter steht etwas ganz Besonderes, Außergewöhnliches: Eine Gruppe von “Menschen mit seelischen Hindernissen” (Selbstbezeichnung) wird das erwähnte Zelt in den nächsten Tagen und Wochen an NS-”Euthanasie”-Gedenkstätten aufstellen. Eben eine Tour des unwerten Lebens; des Lebens also, das vor 70 Jahren im Dritten Reichen wegen “Minderwertigkeit”, “Asozialität” oder anderen Vorwänden vernichtet worden wäre. Die Tour benutzt das Zelt (und andere Unterkünfte) als Ausgangsstation für verschiedene Aktionen, zu denen die Öffentlichkeit dezidiert eingeladen ist.

 

Die Mitmachenden möchten ihr Anderssein explizit an die Orte tragen, die als Orte der Gedenkstättenpädagogik den Respekt vor dem wie auch immer definierten “Anderen” lehren sollten, unter anderem durch die viel debattierte Menschenrechtsbildung. Sie möchten die Auseinandersetzung an den historischen Orten mit den Mitteln von Film, Musik und künstlerischen Interventionen führen. Wenn das überstrapazierte Trendwort “Inklusion” überhaupt noch Sinn macht, dann hier.

 

Das Programm beginnt morgen, 14.6.ab 09.30 an der Gedenkstätte Brandenburg und wird in Hadamar und Hartheim fortgesetzt. An den zwei letztgenannten Gedenkstätten allerdings in veränderter Form, da äußere Umstände (und vielleicht auch innere Widerstände) eine Durchführung in der eigentlich geplanten, stark performativ orientierten Form nicht möglich machen.

 

 

Damit setzt die Gruppe eine Auseinandersetzung fort, die sie mit dem Projekt “Begegnung mit einer möglichen Vergangenheit” im letzten Jahr begonnen hat. Dabei wurden die Gedenkstätten Bernburg und Pirna aufgesucht, Fotos gemacht, die den Prozess der Auseinandersetzung dokumentieren und in einer Ausstellung präsentiert. Diese Fotos werden auch auch auf der Tour gezeigt.

Auch diesen Blog hier wird die Gruppe nutzen, um ihre Erlebnisse und Reflektionen zu dokumentieren. Über den bisherigen Stand informiert die Seite zur Tour.

 

Links I 14

Hier nach längerer Zeit wieder aktuelle Ereignisse und Nachrichten zum Thema. Ergänzungen gerne in den Kommentaren.

 

Vor 70 Jahren starb Ilsabe Gestering, die Patienten vor der “Euthanasie” rettete.

 

Angehörige von Bocholter Euthanasie-Opfern gesucht (Paywall)

 

Erinnerung an 19 ehemalige Pfleglinge aus Wilhermsdorf

 

Sterilisation weiblicher Häftlinge in Kalifornien bis 2010 (englisch)

 

Kopfgeld für “Euthanasie”-Mahnmalszerstörung in Salzburg

 

Veranstaltung: NS-KRANKENMORDE IN DER BESETZTEN SOWJETUNION

Wann: 27.5.2014, 19:00

Wo: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Berlin

 

Im Rahmenprogramm der Ausstellung “erfasst, verfolgt, vernichtet” wird der Münchner Medizinhistoriker Gerrit Hohendorf mit Olga Goleta über die Ermordung von etwa 17.000 Psychiatriepatienten in der Sowjetunion sprechen. Moderieren wird Uwe Neumärker, der als Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas auch den neuen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der NS-”Euthanasie” an der Berliner Tiergartenstraße betreuen wird.

 

Passend dazu eine Aufzeichnung einer ähnlichen Podiumsdiskussion von vor zwei Jahren, ebenfalls mit Gerrit Hohendorf :

 

 

Ein Trauerspiel: Das Krankenhaus in Meseritz-Obrawalde und die Erinnerung

Heute war eine Gruppe um die Bucher Medizinhistorikerin Hannelore Dege in Międzyrzecz-Obrzyce, dem ehemaligen Meseritz-Obrawalde. Dort befindet sich seit 1904 eine der größten preußischen Heil- und Pflegeanstalten. 1942 wurde sie in eine Mordanstalt umgewandelt, in der ungefähr 13.000 Menschen, meistens Deutsche aus Berlin, Hamburg, Schleswig und dem Rheinland durch tödliche Injektion, Zwangsarbeit und Hunger ums Leben kamen. Doch es soll in diesem Beitrag nicht primär um die Geschichte gehen. (ein halbwegs informativer Artikel mit vielen Fotos hier)

 

Was die Teilnehmer der Gedenkstättenfahrt vorfanden, war eine Einrichtung, die mit der Geschichte der nationalsozialistischen Krankenmorde auf sich alleine gestellt ist. Ohne jede finanzielle Unterstützung von deutscher Seite versucht man, der Opfer würdig zu gedenken, Angehörige und andere Besucher zu betreuen, den enormen Anstaltsfriedhof zu pflegen und eine seit 1965 unverändert gebliebene Ausstellung zur Geschichte des Krankenmordes vor Ort zu erhalten. Dies alles wohlgemerkt neben dem laufenden Krankenhausbetrieb. Vor einigen Jahren scheiterte ein 1,5 Millionen schwerer EU-Antrag, der die Einrichtung eines Museums mit einer zeitgemäßen Ausstellung zum Ziel hatte, daran, dass das Klinikum nicht die erforderlichen Eigenmittel aufbringen konnte. Bei einem Schuldenstand von 30 Millionen Złoty konnte die Verwaltung schlichtweg nichts machen.

 

Von deutscher Seite fand sich niemand, der hier ausgeholfen hätte -obwohl man so eine polnische Einrichtung zwingt, für die Erinnerung an deutsche Verbrechen erkleckliche Summen auszugeben. Dies muss sich dringend ändern. Wenn im September diesen Jahres der neue nationale Gedenk- und Informationsort NS-”Euthanasie” an der Berliner Tiergartenstraße eröffnet wird, darf dies nicht bedeuten, dass man sich dann beglückwünscht und dieses Kapitel abschließt.

 

Der Besuch in Meseritz regte die Teilnehmer dazu an, sich in nächster Zeit wieder zu treffen, um Wege zu finden, das Krankenhaus in Międzyrzecz bei seiner Erinnerungsarbeit zu unterstützen. Im Folgenden sollen einige Fotos einen Einblick in die aktuelle Situation geben. Insbesondere die Ausstellung dürfte für Museumsleute aus dem Grund interessant sein, dass sie europaweit die letzte ist, die sich noch aus der Zeit des Kalten Krieges in die Gegenwart gerettet hat und einen Einblick nicht nur in die Geschichte des Krankenmordes ermöglicht, sondern auch in die Intentionen der Macher: Es ging um den maximalen Beschämungseffekt des Gegners -hier die BRD.

 

Digitale Quellen zum NS-Krankenmord, Teil II: Die Deutsche Digitale Bibliothek

Wer?

Ziel der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ist es,

jedermann über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands zu eröffnen, also zu Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten, Filmen und Noten.

Die DDB formuliert hohe Ansprüche an das von ihr bereitgestellte Material: Nicht nur soll

das kulturelle und wissenschaftliche Erbe Deutschlands in digitaler Form

präsentiert werden, sondern man verspricht auch eine Kuratierung anhand der Kategorie “Authentizität”:

Die DDB stellt nur Informationen zu sorgfältig und fachkundig aufbereitetem Material zur Verfügung. Nutzerinnen und Nutzer können sich der Authentizität der Inhalte sicher sein. (Quelle)

Kurzum: Man will sich von der Zufälligkeit einer Google-Suche abheben und ein Gegenentwurf zur ansonsten im Netz herrschenden Anarchie sein, also klassische Aufgaben einer Bibliothek -Katalogisieren und Systematisieren- online nachvollziehen.

Barrieren

Im Gegensatz zu einer “echten” Bibliothek besitzt die DDB keine Digitalisate, sondern verlinkt auf die von ihren Kooperationspartnern -momentan sind es über 2.000- bereitgestellten Inhalte. Damit hat sie auch keinen Einfluss auf die Darstellungsweise und Barrierefreiheit der Inhalte. Die DDB selbst erhielt von der Deutschen Zentralbücherei für Blinde  eine Bewertung von 93 Punkten. An Videos in Gebärdensprache ist aber nicht gedacht worden; damit bleibt sie z.B. hinter der Website der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas  zurück. Auch gibt es keine Erklärung oder gar Übersetzung des Portals in Einfache Sprache. Da der Träger der DDB die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist, also eine Stiftung des öffentlichen Rechts, wird hier vermutlich § 3 der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0 verletzt. Ihr zu Folge müssen  Informationen zum Inhalt, Hinweise zur Navigation sowie Hinweise auf weitere in diesem Auftritt vorhandene Informationen in Deutscher Gebärdensprache oder in Leichter Sprache vorhanden sein.

Was?

Gibt man nun in das Suchfeld das Stichwort Euthanasie ein, wirft die DDB 431 Medien aus, eine Suche nach Krankenmord liefert dagegen nur zwei Ergebnisse. Es werden die üblichen Suchfilter geboten, auch gibt es die Möglichkeit, Suchergebnisse weiter einzuschränken. Nach einer Anmeldung, die man auch mittels eines Google- oder Yahookontos vollziehen kann (Was sagt eigentlich die Bundesdatenschutzbeauftragte dazu?), kann man seine Suchanfragen auch speichern und einzelne Ergebnisse favorisieren und damit in seinem Benutzerkonto auflisten.

 

Als erstes fällt die geographische Einseitigkeit der Datenlieferanten auf. Fast ausschließlich Archive aus dem süddeutschen Raum haben Inhalte zur Verfügung gestellt. Diese sind aber von außerordentlicher Qualität. So hat das Landesarchiv Baden-Württemberg Strafakten  aus dem Grafeneck-Prozess (Prozess gegen Dr. Otto Mauthe u.a. wegen Euthanasie) digitalisert. Damit lässt sich eines der ohnehin nicht sehr zahlreichen Verfahren gegen Täter der NS-”Euthanasie” recht gut nachvollziehen. Hier hat man anscheinend auch keine Probleme damit, Namen von Opfern des Krankenmordes zugänglich zu machen. (z.B. hier Rosa Kramer) Bekanntlich haben die meisten Archive viele Sorgen deswegen. Ob die Namensveröffentlichung wohl beabsichtigt oder einem Flüchtigkeitsfehler geschuldet war?

Akten aus dem Verfahren machen aber auch gleich 351 der 431 Treffer aus.  Zweifelsohne interessant sind auch Treffer, die man als Marginalien abtun könnte, die aber doch den Blick öffnen: Wer weiß heute schon noch, dass die Gedenkstätte Grafeneck 1990 kurz nach der Eröffnung  mit rechtsradikalen Schmierereien verunstaltet wurde? 

 

Zweitens wird das Versprechen eingelöst,  Treffer von hoher Relevanz zu liefern. Nur sehr wenige Ergebnisse verweisen auf Bestände, die nichts mit dem NS-Krankenmord zu tun haben. Das mag dem Zufall geschuldet sein -etwa dass noch keine tiermedizinische Literatur verzeichnet wurde- ist aber auf jeden Fall sehr angenehm bei der Recherche.

 

Drittens ist als Kritikpunkt anzumerken, dass die versprochene Kuratierung nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Warum etwa unter Relevanzkriterien das Buch von Christoph Braß zu Zwangssterilisation und “Euthanasie” im Saarland relevanter sein soll als das immer noch Maßstäbe setzende Werk von Hans-Walter Schmuhl “Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Euthanasie…” bleibt rätselhaft. Hier wäre es hilfreich, zumindest ansatzweise die Benutzer einzubeziehen, in dem man direkt aus einem Suchergebnis ein Feedback senden kann. Darüberhinaus sollten über die Favoritenfunktion angelegte Sammlungen geteilt werden können. 

Dass beinahe sämtliche neue Forschungsliteratur nicht erfasst wird, ist selbstverständlich keine Schuld der DDB, sondern der Verweigerung von Autoren und Verlagen, sich Open Access zu öffnen, zuzuschreiben.

 

Alle Suchergebnisse verweisen auf Inhalte, die mit Persistent Identifiers ausgestattet sind. Damit wären sie auch nach Sever- und URL-Wechsel noch auffindbar.

 

Fazit

Ein sehr gutes Angebot, das hoffentlich von den Inhaltelieferanten noch weiter befüllt werden wird. Negativ zu bewerten ist die fehlende Barrierefreiheit und das intransparente Ranking der Inhalte. Positiv stechen die leichte Bedienbarkeit und das ansprechende Design hervor.