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Tag Archiv: Namensnennung

Wessen Name nicht genannt wird, der ist ungedenkbar.

Am 29. Juni 2016 fand im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin eine Konferenz mit einem sperrigen Titel statt: Den Opfern einen Namen geben – Gedenken und Datenschutz im Zusammenhang mit der öffentlichen Nennung der Namen von NS-Opfern in Ausstellungen, Gedenkbüchern und Datenbanken. Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, betonte in ihrem  Continue Reading »

Konferenz: Den Opfern einen Namen geben

Wann: 29.6.2016 11:30-18:00 Wo: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Berlin   Anmeldung bis spätestens 23. Juni unter veranstaltungen@topographie.de oder 030 25450913 Eintritt frei   Wenn man die Seiten der Gedenkstätte Hadamar aufruft, begegnet einem ein Opfer namens „Emilie R.“ Warum man nicht erfährt, dass es sich dabei um Emilie Rau handelt und ob man das ändern  Continue Reading »

Neue Biografie: Emilie Rau

Emilie Rau ist eines der T4-‚Vorzeigeopfer‘ in der Bundesrepublik. Seit Anbeginn wird sie in der Dauerausstellung in der Gedenkstätte Hadamar porträtiert, mit ihrer Biografie wird im pädagogischen Begleitprogramm von vielen Gruppen gearbeitet, sie wird in wissenschaftlichen Studien, Publikationen der Bundeszentrale für politische Bildung, Zeitungsartikeln, Filmdokumentationen und privaten wie offiziellen Webseiten erwähnt.     So beginnt  Continue Reading »

Petiton für die Namensnennung von Opfern der NS-„Euthanasie“

„Jeder Mensch hat einen Namen. Dieser ist eng verbunden mit seiner Persönlichkeit, seiner Identität und seinem Lebensschicksal. Wer einem Menschen seinen Namen vorenthält, der beraubt ihn seiner Identität und seiner Menschenwürde. Wer den Opfern ihren Namen nimmt, tötet sie im Sinne des Vergessens erneut. Gerade für jüdische Mitbürger ist es wichtig, dass der Name eines  Continue Reading »

Gedenkinitiative und Archiv: Keine Partner in Schleswig-Holstein?

  [UPDATE: Die taz berichtete am 27.1.2016 über die Eröffnung des Denkmals] Der Arbeitskreis Cap Arcona leistet seit Jahren anerkannte und unermüdliche Gedenkarbeit in Neustadt (Schleswig-Holstein). Eines seiner Arbeitsfelder ist die Erinnerung an die Ermordung von psychiatrischen Patient_innen in der NS-„Euthanasie“. Er sieht sich aber Widerständen ausgesetzt: Das Landesarchiv Schleswig-Holstein möchte die Namen nicht herausgeben,  Continue Reading »

Gutachten zur Namensnennung zum Download

Das Gutachten des Berliner Justiz- und Innensenators a.D. Dr. Erhardt Körting zur Frage der Namensnennung von NS-Euthanasie-Opfern steht hier zum Download bereit.   Dr. Erhardt Körting: Namensnennung von NS-Euthanasie-Opfern aus juristischer Sicht   Hintergrundinformationen zum Thema hier: Tagungsbericht: Zur Frage der Namensnennung der Münchner Opfer der NS­„Euthanasie“ in einem Gedenkbuch   Sigrid Falkenstein: Ein Plädoyer für  Continue Reading »

28.8.2014, Topographie des Terrors: „Den Namenlosen einen Namen geben – die Namensnennung von „Euthanasie“-Opfern aus juristischer Sicht“

Es ist ein auch hier auf diesem Blog oft verhandeltes Ärgernis, dass die Namen von Opfern des nationalsozialistischen Krankenmordes nicht oder nur nach Zustimmung von Angehörigen öffentlich genannt werden dürfen.     Damit liegt eine Ungleichbehandlung mit allen anderen Opfergruppen des Nationalsozialismus vor. Begründet wird dies mit dem Recht von Angehörigen: Sie sollen nicht gegen  Continue Reading »

Gutachter gesucht – Namensnennung von NS-„Euthanasie“-Opfern

Eine Initiative möchte darauf hinwirken, dass die Namen von Opfern der NS-Euthanasie öffentlich genannt werden dürfen. Bisher stehen dem Rechtsauffassungen von Archivaren entgegen, dass dies nicht geschehen dürfe, damit nicht Rechte Dritter berührt werden. Gemeint sind damit Angehörige, die dadurch geschädigt werden könnten, dass sie in Verbindung mit einer Person gebracht werden, die psychisch krank  Continue Reading »

Tagungsbericht: Zur Frage der Namensnennung der Münchner Opfer der NS­„Euthanasie“ in einem Gedenkbuch

Am 15.11.2013 fand in München eine hochkarätig besetzte Tagung zur Frage statt, ob, und wenn ja, in welcher Form die Namen von Opfern des NS-„Euthanasie“-Programmes genannt werden dürfen. Die Frage ist insbesondere in München virulent, da dort eine Arbeitsgruppe um Prof. Anette Eberle ein Gedenkbuch aller 3.000 Münchner anlegen will, die dem nationalsozialistischen Krankenmord zum  Continue Reading »